Sonnenblumenkerne: Ein steiniger Weg für Sonnenblumenkerne

13. Februar 2020 um 10:27 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

MOSKAU. Eine mögliche Erhöhung des Exportzolls auf Sonnenblumen wird sowohl negative als auch positive Situationen auf dem Markt für Ölsaaten nach sich ziehen. Die Änderungen werden schon ab März erwartet.

Überblick über den Sonnenblumenmarkt im laufenden Wirtschaftsjahr

In den ersten Monaten der laufenden Saison führten die Produktionsrekorde vor dem Hintergrund fallender Weltmarktpreise für Sonnenblumenöl zum dramatischen Preissturz sowohl für russisches Sonnenblumenöl als auch für Sonnenblumen. Ihren Tiefpunkt erreichten die Preise Mitte November. Der Sonnenblumenpreis ging damals von 22.000 RUB/mt im September auf ca. 17.000 RUB/mt (≈ 318,43 EUR - 246,06 EUR) zurück. Jedoch stiegen die Preise für Sonnenblumen und Sonnenblumenöl von der zweiten Novemberhälfte bis Januar. „Seit Januar zeigte sich der Rückgang auch in den Zentralregionen Russlands. Eingekauft wurde für 18.000 - 18.500 RUB/mt (≈ 260,53 - 267,77 EUR), und Anfang Februar überstiegen die Geschäfte 19.000 RUB/mt (≈ 275,00 EUR). Zum 9. Februar zeigte der Sonnenblumenwert eine negative Dynamik. Der Wertverlust wurde letzte Woche auf 1.400 RUB/mt festgesetzt. Es wurden Sonnenblumen für 18.500 RUB. (≈ 267,77 EUR) verkauft. 

Überraschungen im März

Bereits im Frühling wird ein Weltpreisanstieg für Öl erwartet, was auch die Sonnenblumenpreise unterstützen wird, so der Direktor des Verbandes der Öl- und Fettindustrie Russlands, Michail Malzew. Die Preissituation kann noch durch eine Erhöhung des Exportzolls für Sonnenblumen um bis zu 20% korrigiert werden. In diesem Fall werden die Rohstoffpreise im Land um 5 - 6% zurückgehen. Laut Prognosen werden die Regulierungsmaßnahmen bereits ab dem zweiten Quartal 2020 oder sogar ab März eingeführt werden.

In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass Russland 2019 eine Rekordernte an Sonnenblumen einbrachte und die Produktion bis auf fast 15,1 Mio. mt im Vergleich zu 12,75 Mio. mt im Vorjahr stieg. Im laufenden Jahr erwartet Malzew eine Erweiterung des Ölsaatenanbaus. In den letzten 10 Jahren stieg die Ansaat von Sonnenblumen um 20% auf 8,6 Mio. ha in 2019. 2020 sollten Sonnenblumen laut Prognosen des Landwirtschaftsministeriums auf einer Fläche von 8,1 Mio. ha gesät werden. 

Preise für High-Oleic-Sonnenblumenkerne, Russland, CPT

Region

Preis (RUB/t)

Preis (EUR/t)

Pensa

18500

≈ 267,77

Barnaul

18500

≈ 267,77

Wolgograd

19000

≈ 275,00

Moskau

18500

≈ 267,77

Wolgaregion

17300

≈ 250,40

Quelle: Russischer Ölsaatenmarkt

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Ölsaaten
18.08.2026
WASHINGTON, D.C./KYJIW. Mit dem aktuellen WASDE-Report hält das USDA an seinen positiven Ernteprognosen für die Saison 2026/2027 fest. Marktteilnehmern zufolge könnte es im Sonnenblumenölmarkt zu Verschiebungen kommen. EU-Länder verzeichneten zwischen Juli und Mitte August wieder hohe Importe aus Argentinien.
Nüsse
17.08.2026
NEU-DELHI/REUS. Der indische Erdnussmarkt steht nach den jüngsten Preisrückgängen und angesichts höherer Ernteerwartungen unter Druck. Der INC hat neue Schätzungen für die globale Erdnussproduktion 2026/27 bekanntgegeben.
Ölsaaten
13.08.2026
NEU-DELHI/SEOUL. Die Sesampreise sind zuletzt deutlich gefallen, während die Importe nach China und Südkorea sanken. In Indien verlagert sich der Anbau zwischen den Regionen.
Nüsse
10.08.2026
NEU-DELHI. Der indische Erdnussmarkt bleibt schwach, die chinesische Nachfrage verhalten. Eine deutliche Belebung wird vorerst nicht erwartet. Die Nachfrage nach Erdnussöl im indischen Einzelhandel sorgt jedoch für gewisse Unterstützung.