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Sonnenblumenkerne: Russlands Ernteschätzung reduziert

22. Juli 2021 12:48, Der AUDITOR
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SOFIA. Ukrainische Agrarmedien haben ihre Schätzung für die Sonnenblumenkernernte in Russland reduziert. Derweil hat die Europäischen Kommission die ersten Importdaten für die Saison 2021/2022 bekanntgegeben.

EU-Importe bei knapp 9.000 mt

Die Europäische Kommission rechnet den Saisonbeginn auch im Sonnenblumenkernmarkt bereits ab dem 01. Juli. Demnach wurden aktuellen Berichten zufolge in den ersten zwei Wochen der Saison 2021/2022 (01.07.-18.07.2021) rund 8.909 mt Sonnenblumenkerne aus Drittländern in die EU importiert. Rund ein Drittel der Lieferungen erfolgte aus Russland (3.000 mt), ein weiteres Drittel der Importe aus China (2.887 mt). Des Weiteren erfolgten Lieferungen aus Argentinien (903 mt), der Türkei (673 mt) und den USA (550 mt).

Hauptabnehmer waren Rumänien (3.241 mt) Spanien (2.860 mt) und Deutschland (1.105 mt). Im gleichen Zeitraum des Vorjahres (2020/2021) waren es bereits 23.107 mt, allerdings ist ein direkter Vergleich hier nicht möglich, da in die Vorjahreswerte auch die Importe nach Großbritannien miteinfließen. Da die EU-Einfuhr Anfang 2019/2020 allerdings inklusive Großbritannien bei etwa 8.000 mt sind die Importe bisher nicht besorgniserregend. 

Preise bleiben stabil

Im bulgarischen Sonnenblumenkernmarkt bleib es ruhig und die Preise für Spotangebote verharren auf dem Niveau der vergangenen Wochen. Kontraktangebote für Lieferungen zwischen September und Dezember 2021 liegen, je nach Händler, zwischen 0,92-0,95 EUR/kg DDP Deutschland.

Für viele Marktteilnehmer stellt sich aktuell die Frage, ob Russland an den 50% Exportzoll auch in den kommenden 11 Monate festhalten wird. Das USDA hat Russlands Sonnenblumenkernernte auf 16,5 Mio. mt geschätzt, gut 3 Mio. mt mehr als im Vorjahr. Die Analysten von APK-Inform gehen zwar lediglich von 15,8 Mio. mt aus, aber auch hier würde noch ein erhebliches Produktionsplus entstehen. 

Sonnenblumenkerne, Osteuropa

Sorte

EUR/kg

Bulgarien, bakery, Ernte 2020

1,00-1,04

Bulgarien, bakery, Ernte 2021

0,92-0,95

Moldawien, bakery, Ernte 2021

0,90-0,93

DDP Deutschland

Importe sinken um 17%

Hohe Preise und geringe Verfügbarkeit im osteuropäischen Sonnenblumenkernmarkt sorgten in dieser Saison dafür, dass Deutschlands Importe* zwischen September und Mai um 17% auf 203.294 mt zurückgegangen sind. Wichtige Exportländer wie Bulgarien (-18%), Ungarn (-45%) und Rumänien (-46%) mussten ihre Lieferungen deutlich reduzieren. Aber auch die Einfuhr aus anderen Anbauländern wir Moldawien (-33%) und der Slowakei (-32%) konnten nicht mit dem Vorjahresergebnis mithalten. Anders sieht es dagegen bei den Importen aus China und Frankreich aus, diese konnten gegenüber dem Vorjahr sogar je um 13% bzw. um 57% gesteigert werden. 

Import Sonnenblumenkerne, auch geschält* nach Deutschland in mt

Land

2019/20

2020/21

Diff.

Frankreich

36.362

57.107

57,1%

Bulgarien

62.051

50.641

-18,4%

Ungarn

59.243

32.901

-44,5%

Rumänien

37.949

20.658

-45,6%

Österreich

10.855

8.012

-26,2%

China

5.051

5.698

12,8%

Polen

5.680

5.252

-7,5%

Slowakei

6.694

4.557

-31,9%

Moldawien

5.929

3.954

-33,3%

Türkei

5.091

3.120

-38,7%

Andere

9.359

11.394

21,7%

Gesamt

244.264

203.294

-16,8%

Quelle: Statistisches Bundesamt / Sep-Mai

*12060091 Sonnenblumenkerne, geschält, ungeschält

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Preischart für Sonnenblumenkerne, geschält, bakery, Osteuropa
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Preischart Sonnenblumenkerne, bakery, Osteuropa

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