Sonnenblumenkerne: Preisvergleich für neue Ernte

20. Juli 2017 um 09:16 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

SOFIA. In den vergangenen Tagen sanken die Temperaturen in den bulgarischen Anbaugebieten wieder unter die 20 °C-Marke. Verschiedene Lieferanten haben derweil die Schäden auf den Feldern begutachtet.

Berichten zufolge befinden sich die Sonnenblumen weitestgehend in gutem Zustand, nur vereinzelt haben Hagel und Regen Anfang Juli für Verluste gesorgt. Die Niederschläge des letzten Wochenendes waren zwar auch üppig, verglichen mit den Unwettern vor zwei Wochen aber harmlos.

Überhänge und Exporte
Aktuellen Angaben des bulgarischen Landwirtschaftsministeriums zufolge standen für diese Saison insgesamt 2,33 Mio. mt Sonnenblumenkerne zur Verfügung. Seit Saisonbeginn wurden im einheimischen Markt rund 1,09 Mio. mt Sonnenblumenkerne verbraucht, die Exporte kommen auf gut 300.000 mt. Demnach sollen sich noch 944.190 mt Sonnenblumenkerne im bulgarischen Markt befinden, was für hohe Überhangbestände spricht. Hinzu kommen Ernteprognosen von 1,89 Mio. mt für kommende Saison 2017/18.

Sonnenblumenkerne, Bulgarien

Wert

mt

Inlandsverbrauch

1.088.024

Export

300.075

Gesamtverbrauch

1.388.099

Restbestände

944.193

Quelle: Landwirtschaftsministerium


Das kostet die Ware
Die Rohwarenpreise für schwarze Sonnenblumenkerne, in der Schale haben leicht nachgegeben und liegen bei 312 EUR/mt CPT Varna. Preise für prompte Lieferung Sonnenblumenkerne, bakery aus Bulgarien halten sich hartnäckig bei 0,71 EUR/kg DDP Deutschland. Neuerntige Ware wird mit 0,68 EUR/kg DDP Deutschland etwas günstiger angeboten, moldawische Bakery-Kerne sind sogar ab 0,66 EUR/kg DDP zu bekommen.

Sonnenblumenkerne, Osteuropa

Sorte

EUR/kg

Bakery, Bulgarien, Ernte 2016, DDP DE

0,710

Bakery, Bulgarien, Ernte 2017, DDP DE

0,680

Bakery, Moldawien, Ernte 2017, DDP DE

0,660

Ölware, Budapest Stock Exchange

0,314

Schwarz, in der Schale, CPT Varna

0,312

Angehängte Dateien

Dateisymbol
Preischart Sonnenblumenkerne, bakery, Osteuropa

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Ölsaaten
01.10.2026
DALIAN. In China ist die Produktionsprognose für Sojabohnen nicht ganz so relevant wie andere Faktoren. Es wird erwartet, dass sich die Trends in der neuen Saison gegensätzlich werden.
Ölsaaten
01.10.2026
ABUJA/NEU-DELHI. In Nigeria trifft die neue Ernte in den Handelsmärkten ein. In Indien ist die Kharif-Aussaat so quasi abgeschlossen. Chinas Sesamimporte liegen etwa auf dem Vorjahresniveau.
Ölsaaten
30.09.2026
SOFIA/KYJIW. Das Eintreffen der neuen Ernte setzt die Sonnenblumenkernpreise im bulgarischen Markt unter Druck. In der Ukraine ist die Ernte zu rund einem Drittel eingefahren. EU-Länder haben ihre Importe seit Anfang Juli um fast 80% gesteigert.
Ölsaaten
30.09.2026
OTTAWA/ASTANA. Kanadische Bauern konnten auch in diesem Jahr gute Erträge erzielen. Hohe Überhangbestände aus dem Vorjahr bilden ein zusätzliches Versorgungspolster. Die Preise für kanadische Leinsaat bleiben so günstig wie seit Jahren nicht mehr.