Sonnenblumenkerne: Preislage schlimmer als befürchtet

26. Oktober 2016 um 11:50 , Der AUDITOR
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SOFIA. Markteilnehmer sind fassungslos. In Osteuropa sind die schlimmsten Befürchtungen wahr geworden. Der Preisschock ist schon längst keine Drohung mehr, sondern bittere Realität.

Die Marktteilnehmer in Osteuropa können nur noch fassungslos mit dem Kopf schütteln, denn die Preise steigen und steigen. Bakery kostet aktuell bereits 640 EUR/mt FCA. Dies liegt an einem schier unglaublichen Zusammenwirken unfassbar vieler Faktoren.

 

Die Preistreiber
So ist die Ernte wohl wesentlich schlechter ausgefallen als noch im Sommer behauptet wurde. Offensichtlich hat die extreme Trockenheit in Juli/August ihre Spuren hinterlassen. Ein weiterer Faktor sind die osteuropäischen Ölmühlen. Sie haben ihre Produktion hochgefahren, da die weltweite Nachfrage für Sonnenblumenöl brummt. So sind die Rohwarenpreise bereits auf 350 EUR/mt CPT Varna gestiegen. Das absolute Hauptproblem ist allerdings der Ausfall der Exporteure Indien und China. Die eigenen Ernten können noch nicht einmal den einheimischen Bedarf decken, so dass sie in Ursprüngen wie der Ukraine und Bulgarien Zukäufe tätigen müssen.

 

Befürchtungen werden übertroffen
Einige Händler sehen sich in ihren Befürchtungen bestätigt. Die Gerüchte über anhaltend niedrige Preise in diesem Jahr Saison haben sich als reine Spekulation entpuppt. Die Preise waren zu Beginn der Saison zu niedrig angesetzt. Mit der Zeit werden auch die Vorräte abnehmen und die Preise weiter in die Höhe treiben. Die steigenden Rohwarenpreise haben auch die Preise für Bakery Ware bereits in die Höhe getrieben. Das Preisniveau liegt derzeit bei 645-650 EUR/mt FCA.

 

 

 

 

Sonnenblumenkerne, Osteuropa

Sorte

EUR/kg

Bakery, DDP Deutschland

0,720

Rohware, CPT Varna

0,350

Ölware, Budapest Stock Exchange

0,329

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