Sonnenblumenkerne: Bulgarien zieht an allen vorbei
31. Mai 2017 um 15:08 ,
Der AUDITOR
Rohware wieder günstiger
Der Abwärtstrend hält im Rohwarensektor weiter an. Schwarze Sonnenblumenkerne, in der Schale, Reinheit 96% liegen aktuell bei 0,322 EUR/kg CPT Varna. Verschiffungen über die großen Häfen wie Varna und Burgas stehen derzeit nicht an, immerhin werden in Baltschik gerade 5.000 mt Sonnenblumenöl verladen.
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Sonnenblumenkerne, Osteuropa |
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Sorte |
EUR/kg |
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Bakery, DDP Deutschland |
0,710 |
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Schwarz, in der Schale, CPT Varna |
0,322 |
Importe um mehr als 30% gesteigert
Bakery-Kerne halten das Niveau der letzten Wochen. Insbesondere kleine und mittelständische Verarbeiter ziehen sich jetzt aus dem aktiven Markt zurück und beschränken sich auf die Erfüllung laufender Kontrakte. Marktteilnehmer rechnen daher mit einem baldigen Preisanstieg. Auch wird es immer schwieriger, qualitativ gute Ware im Markt zu finden.
Laut den Angaben des Statistisches Bundesamtes hat Bulgarien Ungarn in diesem Jahr als wichtigsten Sonnenblumenkernlieferanten für den deutschen Markt abgelöst. Im ersten Quartal 2017 lieferten bulgarische Exporteure mehr als 17.000 mt Sonnenblumenkerne nach Deutschland, gut 4.000 mt mehr als im Vorjahreszeitraum (+31%). Gleichzeitig brachen die Importe aus Ungarn den ersten drei Monaten dieses Jahres komplett ein, von fast 29.000 mt in Q1 2016 auf knapp 4.000 mt in Q1 2017 (-86%). 2016 importierte Deutschland rund 55.710 mt Sonnenblumenkerne aus Bulgarien, aus Ungarn kamen hingegen stolze 73.110 mt.
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Sonnenblumenkernimporte nach Deutschland |
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Land |
2015 |
2016 |
2017 |
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Bulgarien |
12.419,20 |
12.978,40 |
17.194,80 |
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Frankreich |
26.494,00 |
1.741,20 |
7.305,90 |
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Österreich |
2.542,20 |
7.922,60 |
3.238,20 |
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Slowakei |
8.685,90 |
12.020,70 |
1.297,70 |
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Ungarn |
9.248,50 |
28.947,40 |
3.921,40 |
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Quelle: Statistisches Bundesamt Q1 2017 |
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