Sojabohnen: Hitzewelle rollt auf USA zu

26. Juli 2019 um 13:15 , Der AUDITOR
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CHICAGO. In den USA erhielten die Terminkurse für Soja nur wenig Auftrieb, was mit schwachen Exportverkäufen bei US-Sojabohnen, zähen Verhandlungen

im Zollkonflikt mit China und dem immer noch bestehenden Rückstand bei Chinas Importzusagen zusammenhing. Das wöchentliche Exportergebnis bei US-Sojabohnen von nur 78.200 mt für 2018-19 und 223.700 mt für 2019-20 in der Woche bis 18. Juli irritierte den US-Handel sichtbar. Dies trotz erfreulicher Nachrichten darüber, dass China wenigstens die zollfreie Einfuhr von 3 Mio. mt Sojabohnen aus den USA genehmigte. Von China zugesagte Sojabohnenimporte von 20 Mio. mt wurden bislang nur teilerfüllt mit 13,6 Mio. mt. Die US-Regierung hat sich in China darüber beschwert, äußerte US-Agrarminister Sonny Perdue in Washington. Doch offenbar mit wenig Erfolg. US-Handelsvertreter Robert Lightheiser und US-Finanzminister Stephen Mnuchin sollen am 29. Juli in Peking eintreffen, um die Handelsgespräche mit China fortzusetzen. Angeblich sei Chinas Industrie bereit, US-Agrarprodukte nach Inlandsbedarf und freien Entscheidungen chinesischer Unternehmen in den USA zu kaufen, hieß es aus Kreisen des chinesischen Handelsministeriums. US-Agrarminister Sonny Perdue hatte gestern ferner Details über das Hilfsprogramm für Farmer wegen Einbußen im Handelskonflikt mit China in Höhe von 16 Mrd. US-Dollar mitgeteilt. Die Zahlung beträgt zwischen 15 bis 150 US-Dollar je Acres. 

Derzeit drohen Preissteigerung bei Sojabohnen und Sojaschrot aus zwei Richtungen. Die für die USA nächste angekündigte Hitzewelle könnte den Sojabohnen im empfindlichen Stadium der Blüte schaden. Wegen der späten Saat sind Ertragsrisiken für US-Sojabohnen ungleich höher. Und Brasiliens Sojabohnenverfügbarkeit geht trotz hoher Ernte zurück. Daraus schließt der Handel, dass die Prämien für brasilianische Sojabohnen anziehen könnten. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass Brasiliens Sojabohnenexport im September gut 9 Mio. mt erreichen wird.

In Deutschland gab Sojaschrot LP in Hamburg für vordere Termine um 2 EUR/mt auf 286 EUR/mt, in Rotterdam auf 294 EUR/mt und in Mainz bei 296 EUR/mt EXW Ölmühle nach. HP-Ware kostete um 23- 25 EUR/mt mehr.

 

Sojaschrot-Kassamarkt

Sojaschrot LP (44/7) FOB

Parität/EUR/t

8/19

9/19

10/19

11/19

Rotterdam

294,00

294,00

297,00

301,00

Hamburg

286,00

286,00

286,00

293,00

Mainz

296,00

299,00

300,00

304,00

Straubing

-

-

-

-

 

Welt-Sojabohnenernte 2019-20 (Prognose)

Welt-Sojabohnenernte (1.000 mt) 

Länder

2019/20

2018/19

USA

112.900

123.700

Argentinien

56.000

56.000

Brasilien

123.000

117.000

China

17.000

15.900

Indien

10.900

11.500

EU-28

2.674

2.704

Welt

355.400

362.100

 

Quelle: USDA, EU-Kommission u. a.

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