Sojabohnen: Exportunsicherheit drückt Kurse

20. März 2018 um 13:46 , Der AUDITOR
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CHICAGO. Sojabohnen und Sojaschrot setzten ihren Abwärtstrend weiter fort, nur Sojaöl konnte sich knapp halten. Trotz zuletzt besserer Exportergebnisse bei US-Sojabohnen und einem um 3,1 % höheren Crush bei US-Sojabohnen seit Jahresbeginn, ging es bei den Sojabohnen seit dem Peak am 7. März derzeit wieder abwärts.

Die für Sojabohnenanbauer ungünstige US-Zollpolitik für Aluminium und Stahl trieben die Kurse in Chicago in den Keller, denn bereitet sich China wegen der verhängten Importzölle auf einen Handelskrieg mit den USA vor, die Vergeltung Chinas könnte besonders US-Sojabohnen betreffen, treten die Maßnahmen am Wochenende in Kraft. Der Handelsstreit mit China scheint vorerst zu eskalieren, will die US-Regierung geplante Zölle von bis zu 60 Mrd. USD allein gegen China verhängen, was Vergeltungsmaßnahmen geradezu herausfordert.

Auch das Biokraftstoffgesetz kommt erneut auf den Prüfstand, haben US-Senatoren US-Präsident Donald Trump aufgefordert, auch die Kosten zur Regulierung der US-Biodieselproduktion adäquat zur Petrolchemie zu senken, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Laut Nachrichtendienst Reuters steht die US-Regierung kurz davor, die Kosten zur Regulierung für die Ölraffinerieindustrie maßgeblich zu senken, um die US-amerikanische Wettbewerbskraft bei Benzin und Heizöl zu stärken. Nach Verhängung von Importzöllen auf argentinischen Biodiesel wird mehr US-Sojaöl zu Biodiesel verestert. Preisstützende Impulse liefert auch der Finanzmarkt, wird am Mittwoch eine Anhebung des US-Leitzinses erwartet, was die Rohstoffmärkte allgemein stützten dürfte.

An Südamerika Sojabohnenbilanz änderte sich wenig. In Argentinien gab es in den nördlichen und östlichen Teilen von Buenos Aires und im weiter südöstlich gelegenen Cordoba etwas Regen. Der Handel spricht von leichter Verbesserung, aber die Niederschläge waren viel zu spärlich. In Argentinien wird weiterhin nur eine Sojabohnenernte von 42,0 Mio. mt erwartet. In Brasilien waren laut AgRural zuletzt 58 % der Ernte gedroschen, gegenüber 62 % Fortgang im Vorjahr und 55 % im fünfjährigen Durchschnitt. Am Kassamarkt gab Sojaschrot (LP) in Hamburg um 1-2 EUR/mt nach und in Süddeutschland um 5-7 EUR/mt.

Sojabohnen-Terminkurse

CBoT US

Termin

EUR/mt

Veränd.

Front

306,83

-3,68

Jul

310,12

-3,60

Aug

310,64

-3,53

Sojaschrot-Terminkurse

CBoT US

Termin

EUR/mt

Veränd.

Front

322,77

-7,31

Jul

325,37

-6,87

Aug

323,57

-6,33

Sojaöl-Terminkurse

CBoT US

Termin

EUR/mt

Veränd.

Front

574,39

-0,36

Jul

578,51

-0,73

Aug

580,48

-1,09

Sojabohnenimport EU-28

Aktueller Sojabohnenimport 

Nation

Ziel  (Mio. mt)

Woche (mt)

Stand (Mio. mt)

Vorjahr (mt)

EU-28

14,0

216.278

8.953.421

9.350.269

 

Aktueller Sojaschrotimport 

Nation

Ziel  (Mio. mt)

Woche (mt)

Stand (Mio. mt)

Vorjahr (mt)

EU-28

14,0

231.244

13.307.879

12.485.591

Sojaschrot-Kassamarkt

Sojaschrot LP (44/7) EXW 

Parität/EUR/t

Prompt

Q1/18

Q2/18

Q3/18

Q4/18

Hamburg

341,00

341,00

337,00

332,00

324,00

Mainz

351,00

351,00

347,00

345,00

342,00

Regensburg

365,00

365,00

361,00

359,00

  356,00

Straubing

367,00

367,00

363,00

361,00

358,00

 

Sojaschrot HP (48/7) EXW

Parität/EUR/t

Prompt

Q1/18

Q2/18

Q3/18

Q4/18

Mainz

376,00

376,00

372,00

370,00

367,00

Regensburg

389,00

  390,00

386,00

384,00

381,00

Straubing

   392,00

392,00

388,00

386,00

383,00

 

Sojaschrot/Sojabohnen GVO-frei  (45/7) EXW 

Parität/EUR/t

Prompt

Q1/18

Q2/18

Q3/18

Q4/18

Straubing EXW

Schrot

415,00

425,00

425,00

425,00

Straubing DAP

Bohnen

365,00

366,00

372,00

370,00

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