Sojabohnen: Chinas USDA-Attaché senkt Importerwartungen

9. August 2019 um 11:47 , Der AUDITOR
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CHICAGO. US-Sojabohnen legten beim Fronttermin kräftig zu. Auch US-Sojaschrot stieg um 1,80 US-Dollar je mt. Prognosen über trockenheiße Witterung trieben Anbausorgen im US-Sojagürtel. Spannend bleibt die Lage vor dem WASDE-Report am Montag.

Dabei setzte heute Vormittag der Fronttermin in Chicago um 13 auf 865 US-Dollar je Bushel hoch, spätere Termine stiegen schwächer. US-Sojaschrot erhöhte sich um 1,70 auf 295,70 US-Dollar je mt. Erneute Trockenheit im US-Sojagürtel im Mittleren Westen und in den Plains bereitet der Branche Sorgen um die Sojaerträge. Die meisten Gebiete im mittleren und östlichen Teilen des Westens sind zu trocken. Sojabohnen wurden sehr spät in diesem Jahr gepflanzt und nicht alle Ernten zeigen gute Fortschritte. Die Wettermodelle für den Sojagürtel deuten auf trockenheiße Witterung in den nächsten Tagen. Der Export von US-Sojabohnen fiel mit 101.664 mt der alten Ernte um 29 % gegenüber der Vorwoche zurück. Der Export aus der neuen Ernte überstieg mit 318.250 mt das Ergebnis der Vorwoche, obwohl China keine Menge gebucht hatte. In der Summe fiel das Ergebnis sehr moderat aus. Neue Importzahlen lieferte China. Laut Zollverwaltung importierte China im Juli 8,64 Mio. mt Sojabohnen, im Vergleich zu 6,51 Mio. mt im Juni und 8 Mio. mt im Vorjahr. Das wären 8 % mehr als im Vorjahr. Der USDA-Attaché für China verringerte seine Importprognose für Sojabohnen nach China für 2019-20 auf nur 80 Mio. mt, wobei das USDA am Montag ihre Schätzung auf 84 bis Mio. mt senken könnte.  

In Brasilien erhöhte die Agrarbehörde Conab ihre Prognose für die Sojabohnenernte 2018-19 auf 155,07 Mio. mt. Dabei könnte laut Nachrichtendienst Reuters der Sojaanbau Brasiliens 2019-20 um 2,3 % auf 26,9 Mio. Hektar ausgedehnt werden. Die Aussaat beginnt dort in 30 Tagen. Die Ernteprognose liegt bei rekordverdächtigen 122,8 Mio. mt. Die Sojabohnenexporte Brasiliens beliefen sich im Juli laut brasilianischen Außenhandelsministeriums (Secex) auf 7,82 Mio mt, rund 13 % kleiner als im Juni und 23 Prozent niedriger als im Juli 2018. Gut 6,32 Mio. mt davon entfielen auf China.

In Deutschland sank Sojaschrot LP in Hamburg für vordere Termine leicht auf 280 EUR/mt, in Rotterdam auf 289 EUR und in Mainz auf 294 EUR/mt EX Works Ölmühle. HP-Ware kostete um 23- 25 EUR je mt mehr.

Sojaschrot-Kassamarkt

Sojaschrot LP (44/7) FOB

Parität/EUR/t

8/19

9/19

10/19

11/19

Rotterdam

290,00

289,00

288,00

290,00

Hamburg

281,00

281,00

279,00

284,00

Mainz

293,00

294,00

294,00

295,00

Straubing

-

-

-

-

 

Welt-Sojabohnenernte 2019-20 (Prognose)

Welt-Sojabohnenernte (1.000 mt) 

Länder

2019/20

2018/19

USA

104.600

123.700

Argentinien

53.000

56.000

Brasilien

123.000

117.000

China

17.000

15.900

Indien

10.900

11.500

EU-28

2.674

2.704

Welt

347.400

362.100

 

Quelle: USDA, EU-Kommission u. a.

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