Sojabohnen: China kündigt Strafzölle von 25 % auf US-Soja an

4. April 2018 um 07:50 , Der AUDITOR
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CHICAGO. Sojaöl legte in Chicago spürbar zu, Sojaschrot stieg leicht an und Sojabohnen konnten den Vortagskurs nicht ganz halten. Doch die Kursentwicklung ist bereits überholt.

Denn seitdem heute Morgen China Strafzölle auf US-Sojabohnen in Höhe von 25 % angekündigt hat, brechen die Kurse für Sojabohnen und Sojaschrot in Chicago heftig ein. Nun scheint der Handelskrieg zwischen den USA und China gleich mehrere Gänge nach oben zu schalten, hatte vorgestern bereits Paul Burke, Direktor des US-Soybean Export Council Asia, durchsickern lassen, dass China Importbeschränkungen für US-Sojabohnen als Vergeltungsmaßnahme für US-Importzölle auf Aluminium und Stahl, in Erwägung zögen. Vor dieser Gefahr haben Exporteure und Handel den US-Präsident Donald Trump eindringlich gewarnt, werden brasilianische Sojabohnen am Weltmarkt jetzt teurer, weil die Nachfrage steigt? Fallen die Preise für GVO-Sojabohnen aus den USA? Die Märkte dürften sich volatil entwickeln nach dieser folgenschweren Entscheidung. Die wöchentlichen Zollanmeldungen für US-Sojabohnen lagen jedenfalls mit 542.434 mt gegenüber 584.612 mt in der Vorwoche im Bereich der verringerten Erwartungen des US-Handels.

In Argentinien drehte sich wieder das Wetterkarussell. In Córdoba, im Süden von Santa Fe, sowie im Norden von Buenos Aires, gab es über Ostern mehr Regen als erwartet, für einige Farmer wahrscheinlich die überhaupt höchste Regenmenge des Sommers. Laut Buenos Aires Exchange war die argentinische Sojabohnenernte zuletzt bereits zu 9 % geborgen, gut 7 % mehr als zum gleichen Vorjahreszeitraum. Die Sojabohnen reifen aufgrund des trockenen Wetters schnell. Für die früh gepflanzten Sojabestände, die bereits letzte Woche zu 60-70 % gelb waren, kam der Regen zu spät. Auch in den kommenden 10-12 Tagen soll es Regen geben, das spätgepflanzte Sojabohnen vielleicht noch vom Regen profitieren können. In Brasilien waren laut AgRural zuletzt 65 % der Ernte gedroschen, gegenüber 68 % Fortgang im Vorjahr und 62 % im fünfjährigen Durchschnitt. Der Analyst FC Stone veranschlagte Brasiliens Sojabohnenernte auf 115,9 Mio. mt gegenüber 114,1 Mio. mt im Vorjahr.

Am Kassamarkt brach der Preis für Sojaschrot (LP) um 6-10 EUR/mt gegenüber dem Vortag ein. Der Markt steht weiter unter Druck. 

Sojabohnen-Terminkurse

CBoT US

Termin

EUR/mt

Veränd.

Front

310,72

-0,42

Jul

314,09

-0,33

Aug

314,83

-0,34

Sojaschrot-Terminkurse

CBoT US

Termin

EUR/mt

Veränd.

Front

340,85

1,39

Jul

343,81

1,76

Aug

341,74

1,30

Sojaöl-Terminkurse

CBoT US

Termin

EUR/mt

Veränd.

Front

580,33

5,74

Jul

585,00

5,58

Aug

587,69

5,59

Sojabohnenimport EU-28

Aktueller Sojabohnenimport 

Nation

Ziel  (Mio. mt)

Woche (mt)

Stand (Mio. mt)

Vorjahr (mt)

EU-28

14,0

184.843

9.160.486

9.650.249

 

Aktueller Sojaschrotimport 

Nation

Ziel  (Mio. mt)

Woche (mt)

Stand (Mio. mt)

Vorjahr (mt)

EU-28

14,0

270.423

13.675.883

12.746.394

Sojaschrot-Kassamarkt

Sojaschrot LP (44/7) EXW 

Parität/EUR/t

Prompt

Q1/18

Q2/18

Q3/18

Q4/18

Hamburg

344,00

342,00

335,00

332,00

325,00

Mainz

351,00

348,00

347,00

345,00

340,00

Regensburg

365,00

362,00

361,00

359,00

  354,00

Straubing

367,00

364,00

363,00

361,00

356,00

 

Sojaschrot HP (48/7) EXW

Parität/EUR/t

Prompt

Q1/18

Q2/18

Q3/18

Q4/18

Mainz

376,00

373,00

372,00

370,00

365,00

Regensburg

390,00

  387,00

386,00

384,00

379,00

Straubing

   392,00

389,00

388,00

386,00

381,00

 

Sojaschrot/Sojabohnen GVO-frei  (45/7) EXW 

Parität/EUR/t

Prompt

Q1/18

Q2/18

Q3/18

Q4/18

Straubing EXW

Schrot

413,00

423,00

423,00

420,00

Straubing DAP

Bohnen

359,00

360,00

368,00

364,00

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