Sesamdrama Part 2

19. Oktober 2016 um 13:36 , Der AUDITOR
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NEU-DELHI. Während der potentielle Wegfall Chinas als Abnehmer für indischen Sesam kürzlich noch für günstigere Preise sorgte, versuchen einige Händler dem Preisrückgang mehr oder weniger glaubhaft gegenzusteuern.

Wenn China nicht mehr klingelt
Im indischen Sesammarkt hieß es heute zuerst: Die Preise sind gestiegen! Händler berichteten von guter und hoffentlich anhaltender Nachfrage aus Europa, aber auch aus dem einheimischen Markt. Tatsächlich stellte sich allerdings heraus, dass der Preisanstieg nur minimal war, die Angebote der verschiedenen Lieferanten nähern sich wieder einander an.
Eigentlich können es sich die Exporteure aktuell auch nicht leisten ihre Preise zu erhöhen, so groß ist das Kaufinteresse dann doch nicht. Hinzu kommt, dass in wenigen Monaten die afrikanische Sesamernte ebenfalls im Markt verfügbar sein wird, vor allem für Lieferungen nach China stellt Afrika einen starken Konkurrenten dar.

Sesampreise Indien

Sorte

USD/mt

Geschält, 99,95%

1.380-1.400

Natur

1.230-1.250

CIF Hamburg 

  
Bald mehr?

Kurzfristig wird jetzt interessant sein zu sehen, ob indische Sesamhändler auf der SIAL ein paar Kontrakte erfolgreich abschließen konnten. Langfristig bleibt die (fehlende) Nachfrage aus China ein wichtiger Faktor bei der Preisentwicklung.

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Preischart Sesam, geschält
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Preischart Sesam, natur

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