Sesam: Tendenz weiter fallend

19. Juni 2017 um 13:28 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

NEU-DELHI. Obwohl indische Lieferanten den Zuschlag für mehr als ein Drittel der Gesamtmenge erhielten, blieb der Einfluss des letzten koreanischen Tenders auf den indischen Sesammarkt minimal.

Insgesamt vier indische Exporteure dürfen 4.200 mt Sesam nach Korea liefern. Unter den afrikanischen Lieferanten konnte das nigerianische Büro der Firma Olam das beste Angebote machen, weshalb von den 1.800 mt afrikanischem Sesam nur 600 mt von anderen Lieferanten kommen.  

Sesamtender Juni 2017

Ursprung

mt

Indien

4.200

Afrika

1.800

Quelle: Indische Händler

Saisontief rückt näher
Hatten Händler letzte Woche noch gehofft, dass die Preise im indischen Sesammarkt aufgrund der tenderbedingten Nachfrage anziehen könnten, wurden sie jetzt bitter enttäuscht. Die koreanische Ausschreibung ging spurlos am Markt vorbei, dafür setzen die Sommerernte und die insgesamt eher schwache Nachfrage die Preise unter Druck. Ein weiterer Preisrückgang gleich zu Beginn der Woche war die Folge. Gerade einmal 75 USD/mt liegen zwischen dem aktuellen Angebot für geschälten Sesam und dem Saisontief von 1.290 USD/mt CIF Hamburg, welches Anfang des Jahres erreicht wurde.  

Sesampreise Indien

Sorte

USD/mt

Geschält, 99,95%

1.365

Natur

1.130

CIF Hamburg

Angehängte Dateien

Dateisymbol
Preischart Sesam, geschält
Dateisymbol
Preischart Sesam, natur

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Ölsaaten
02.07.2026
OTTAWA/BRÜSSEL. In Kanada kam es bei der Leinsaataussaat zu Verzögerungen. Kleinere Anbauflächen als erwartet sind die Folge. EU-Länder haben in der Saison 2025/2026 mehr als 680.000 mt Leinsaat importiert.
Ölsaaten
02.07.2026
NEU-DELHI/BRÜSSEL. Im Juli wird einer weiterer Sesam-Tender erwartet. Das wirkt sich auf die Preise aus. Indiens Exporte sind gegenüber dem Vorjahr gesunken.
Ölsaaten
01.07.2026
OTTAWA. Statistics Canada hat die Anbauprognose für die Aussaat 2026/2027 um 23% reduziert. Niederschläge sorgen für eine positive Entwicklung der Pflanzen. EU-Länder haben ihre Importe 2026/2027 um 4% gesteigert.
Ölsaaten
01.07.2026
DALIAN. Da mittlerweile kaum noch EU-konforme Ware verfügbar ist, richtet sich der Blick zunehmend auf die Entwicklung der neuen Kürbiskernernte. Vor allem die Erträge werden sich als entscheidend für die Preisentwicklung herausstellen.