Sesam: Preisentwicklung im April

13. Mai 2019 um 15:06 , Der AUDITOR
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KHARTUM/MAPUTO. Wirbelstürme und ein Militärputsch wühlten den afrikanischen Sesammarkt im April 2019 gehörig durcheinander.

Afrika stellt die Top 3
Marktgigant OLAM äußerte sich auf der China International Sesame Conference 2019, dass die afrikanischen Länder Sudan (330.000 mt), Äthiopien (260.000 mt) und Nigeria (220.000 mt) in der Saison 2018/19 die Top 3 der Sesamexporteure bilden. Insgesamt wird das Exportvolumen im internationalen Sesammarkt auf 1,17-1,18 mt geschätzt. 

Marktentwicklung und Preisindikationen
Im April erreichte mit Zyklon Kenneth bereits der zweite tropische Wirbelsturm innerhalb von zwei Monaten Mosambik, und auch teile des angrenzenden Tansanias blieben dieses Mal nicht verschont. Letzteres blieb vom Zyklon Idai im März dieses Jahres weitestgehend unberührt.

In Mosambik hatten die Sesambauern in der zweiten Maiwoche mit der Ernte beginnen wollen, jetzt muss erst einmal der Schaden begutachtet werden, so die Experten von Foretell SesameInfo. Hinzu kommen Niederschläge im Süden Tansanias und in Mosambik, welche den Erntebeginn zusätzlich hinauszögern. Aktuell geht Foretell allerdings nicht davon aus, dass Wirbelsturm Kenneth nennenswerte Schäden an der Sesamproduktion in Tansania verursacht hat. Die Experten rechnen Ende Mai/Anfang Juni mit Angeboten aus der neuen Ernte.

Nachdem die Regierung im Sudan durch einen Militärputsch gestürzt wurde und man dort noch immer um einen Regime-Wechsel kämpft, kann es Aufgrund von Wechselkursfluktuationen zu starken Preisschwankungen kommen. Auch könnte es zu Verzögerungen beim Export kommen. 

Sesampreise Afrika April 2019

Ursprung

Sorte

USD/mt

Sudan

weiß, Gedaref

1.650-1.680

Sudan

weiß, nicht-Gedaref

1.630-1.650

Sudan

rötlich

1.480

Äthiopien

Humera

1.700-1.750

Äthiopien

Wollega, weiß

1.600

Nigeria

Mix

1.620-1.680

Burkina Faso

weiß

1.650-1.680

Tansania

weiß

1.680

CFR China / Quelle: Foretell SesameInfo

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