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Sesam: Indische Händler kaufen weiter in Afrika

26. Juni 2020 09:17, Der AUDITOR
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NEU-DELHI. Wie Marktteilnehmer berichten, scheint die vergleichsweise gute Sommerernte in diesem Jahr die indischen Händler nicht davon abzuhalten, weiter zusätzliche Mengen aus afrikanischen Ländern zu importieren.

Sesam aus Mosambik und Tansania verfügbar

In Ländern wie Mosambik und Tansania sind die ersten Positionen aus der neuen Ernte verfügbar und indische Unternehmen haben bereits mit dem Import der günstigeren Positionen begonnen. Das sorgt dafür, dass die Preise im indischen Sesammarkt trotz des Tender-Gewinns und der Nachfrage aus China relativ stabil bleiben. Zudem treffen nach wie vor Lieferungen aus der eigenen Sommerernte in den indischen Handelsmärkten ein.

Geschälter Sesam wird aktuell für 1,61 USD/kg CIF Hamburg gehandelt, während ungeschälter Sesam gegenüber der Vorwoche leicht zulegte und aktuell auf einem Niveau von 1,35 USD/kg CIF Hamburg liegt. Schwarzer Sesam ist nach dem Preisanstieg der Vorwoche stabil bei 2,28 USD/kg CIF Hamburg. 

Sesampreise, Indien

Sorte

USD/mt

Geschält, 99,95%

1.610

Natur, 99,95%

1.350

Schwarz, 99,95%

2.280

CIF Hamburg

Importe vorerst gestiegen

Im Jahresvergleich sind die Lieferungen indischen Sesam nach Deutschland in den ersten acht Monaten dieser Saison um 22% auf 7.410 mt gestiegen. Auch die Einfuhr aus Uganda, Guatemala und Mosambik wurde deutlich erhöht, während das Importvolumen aus Nigeria um 11% auf 4.886 mt zurückging. 

Top 6 Sesamexporteure nach Deutschland in mt

Land

2018/19

2019/20

Diff.

Indien

6.080

7.410

21,9%

Nigeria

5.502

4.886

-11,2%

Guatemala

1.310

2.215

69,1%

Niederlande

3.433

2.924

-14,8%

Uganda

438

1.380

215,1%

Mosambik

552

916

65,9%

Quelle: Statistisches Bundesamt; Sep-Apr

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