Sesam: Indien stürzt ins Chaos

14. November 2016 um 14:57 , Der AUDITOR
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NEU-DELHI. Die Bargeldumstellung in Indien hat im Markt ein größeres Chaos verursacht als erwartet.

Maximal können Inder von ihren Bankkoten derzeit nur 4.000 Rupien pro Tag abheben, das sind nicht einmal 55 Euro. Das stellt den Rohstoffhandel vor ein großes Problem, denn nicht jeder Bauer lässt sich mit Schecks bezahlen. Sie benötigen selbst Bargeld, um ihre Arbeiter und das Saatgut für die neue Ernte bezahlen zu können. 

Sesampreise Indien

Sorte

USD/mt

Geschält, 99,95%

1.270

Natur

1.200

CIF Hamburg

  
Starke Differenzen

Aufgrund der Unsicherheit unterscheiden sich die Angebote der verschiedenen Händler massiv. Geschälter Sesam, 99,95% liegt auf einem Niveau von 1.270-1.350 USD/mt CIF Hamburg. Die günstigeren Preise begründen die Sesamexporteure damit, dass die Bauern die Rohwarenpreise senken, um trotz der knappen Bargeldsituation Verkäufe tätigen zu können. Sicher trägt die derzeitige Lage auch nicht zu erhöhter Konkurrenzfähigkeit gegenüber afrikanischen Sesamlieferanten bei. Auch andere Agrarrohstoffe sind von der Entwicklung betroffen. Es wird noch einige Tage dauern, bis sich die Lage normalisiert hat.

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Preischart Sesam

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