Sesam: Gefährliche Mischung?

21. November 2016 um 12:06 , Der AUDITOR
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NEU-DELHI. Inzwischen hat die indische Regierung das tägliche Auszahlungslimit für Bauern und registrierte Händler von 4.000 Rupien auf 10.000 Rupien (55 Euro/138 Euro) erhöht.

So soll der Handel aufrechterhalten werden können, dieser war in den letzten Tagen fast komplett zum Erliegen gekommen.
Tatsächlich profitieren die wenigsten von dieser Maßnahme. Viele Agrar-Handelsmärkte in Indien sind geschlossen, denn auch mit 138 EUR/Tag bzw. 690 EUR/Woche können die Händler keine großen Sprünge machen, wenn eine einzelne Tonne Sesam bereits das Doppelte kostet.

Sudanesischer Sesam
Kaum könnte sich der Markt aber wieder etwas entspannen, kommen Händler mit der nächsten „Horrormeldung“ um die Ecke: Roter Sesam aus dem Sudan. Berichten zufolge gibt es Lieferanten, die den günstigen (angeblich deutlich schlechteren) roten, sudanesischen Sesam (ca. 830 USD/mt CFR Hamburg) importieren und ihn dann unter die indische Ware mischen, um niedrigere Preise anbieten zu können.
Wenn man davon absieht, dass nicht deklarierte Mischungen generell nicht gerne gesehen werden, gibt es allerdings Händler, die dadurch keine qualitative Beeinträchtigung des Sesams erwarten. Laut ihrer Aussage ist sudanesischer Sesam im Vergleich zu dem aus z.B. Gujarat um ein Vielfaches besser, so dass selbst geringere Qualitäten in geschältem Zustand annehmbar seien.
Je nach Lieferant unterscheiden sich die indischen Sesampreise deutlich. Geschälter Sesam, 99,95% Reinheit liegt bei 1.300-1.320 USD/mt und Sesam, natur bei 1.200-1.240 USD/mt CIF Hamburg.

Sesampreise Indien

Sorte

USD/mt

Geschält, 99,95%

1.300-1.320

Natur

1.200-1.240

CIF Hamburg

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Preischart Sesam, geschält
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Preischart Sesam, natur

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