Sesam: Die Folgen der Haupternte 2016

20. Januar 2017 um 10:34 , Der AUDITOR
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NEU-DELHI. Die schlechte Sesamernte 2016 hat den Handel inzwischen eingeholt und macht sich auch preislich bemerkbar.

Seit letzter Woche ist das Niveau je nach Sorte um mindestens 40 USD/mt gestiegen, geschälter Sesam ist sogar 70 USD/mt teurer. Dass die Preise trotz des schlechten Ergebnisses nur gut 100 USD/mt über dem Vorjahreswert liegen, ist fast schon verwunderlich.

Regen schadet den Preisen
Im indischen Markt ist nur wenig exportfähige Ware verfügbar, die Niederschläge im Herbst haben die Qualität der Haupternte merklich beeinträchtigt und die Händler zehren von der Sommerernte.
Um nicht auf dem trockenen zu sitzen, importieren indische Händler fleißig afrikanischen Sesam, den sie dann in Indien schälen. So können die Exporteure die Nachfrage aus Europa und anderen Abnehmerländern bedienen, die diese Woche zulegte.   

Sesampreise Indien

Sorte

USD/mt

Geschält, 99,95%

1.340

Natur

1.190

CIF Hamburg

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Preischart Sesam, geschält
Dateisymbol
Preischart Sesam, natur

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