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Sesam: Fläche in Gujarat verdreifacht

30. Juli 2020 14:17, Der AUDITOR
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NEU-DELHI. Obwohl die Sesampreise so günstig sind wie seit mehr als zwei Jahren nicht mehr, sind die Farmer in Gujarat diesen Sommer bestrebt, ihre Anbaufläche massiv zu vergrößern.

Indische Farmer geben Vollgas

Üblicherweise ziehen die indischen Farmer für ihre Herbsternte Pflanzen vor, die kostengünstig in Anbau und Pflege sind und schnell heranreifen. Da Sesam unter normalen Bedingungen nach 90-100 Tagen geerntet werden kann, bietet er sich dafür an. Gujarat spielt im traditionellen indischen Sesamanbau vor allem bei der Sommerernte eine Rolle, die im Frühjahr ausgebracht wird. Die Anbaufläche für die Haupternte war dagegen insbesondere in den vergangenen beiden Jahren deutlich kleiner als dieses Jahr. Bisher wurden 119.000 ha besät, letztes Jahr um diese Zeit waren es gerade einmal 39.000 ha. Auch die Bauern in der Hauptanbauregion Madhya Pradesh haben ordentlich Gas gegeben und bis Ende letzter Woche mehr als 240.000 ha bestellt (+90.000 ha ggü. Vj.), während die Fläche in Uttar Pradesh lediglich bei 151.200 ha (-50%) lag. In Rajasthan waren bis zu diesem Zeitpunkt 177.000 ha besät worden, geplant sind insgesamt 350.000 ha (+70.000 ha ggü. Vj.). 

Anbauaussichten halten die Preise unten

Bei diesen Ernteaussichten und der aktuellen weltweiten Lage ist ein Preisanstieg im indischen Sesammarkt derzeit kaum realisierbar und die Preise verharren auf dem niedrigen Niveau der vergangenen Wochen. Käufer sollten den Markt allerdings im Auge behalten, denn bereits in vergangenen Jahren zeigte sich, dass aus einer potenzielle guten eine schlechte Ernte werden kann, wenn das Wetter nicht mitspielt. 

Sesampreise, Indien

Sorte

USD/mt

Geschält, 99,95%

1.560

Natur, 99,95%

1.320

Schwarz, 99,95%

2.090

CIF Hamburg

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Preischart für Sesam, geschält, mechanisch getrocknet, 99.95% Reinheit
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