Sesam: Aussaat muss erneuert werden

1. August 2017 um 16:01 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

NEU-DELHI. Die Überschwemmungen in Indien sorgten zu Beginn dieser Woche noch einmal für einen leichten Preisanstieg. Inzwischen hat sich das Wetter gebessert und die Preise haben sich stabilisiert.

Stagnation
Anbauflächen, auf denen bereits Sesam ausgesät wurde, die dann aber von den Wassermassen überspült wurden, sollen in den kommenden Tagen neu bestellt werden. Neue Prognosen zur Winterernte 2017 werden in der kommenden Woche erwartet. Aufgrund der erneuten Aussaat könnte sich allerdings der Erntebeginn im Herbst nach hinten verschieben.

Geschälter Sesam ist seit letzter Woche auf 1,51 USD/kg CIF Hamburg gestiegen. Ein weiterer Preisanstieg ist vorerst aber nicht zu erwarten, da sich das Kaufinteresse der Abnehmer auf dem höheren Preisniveau in Grenzen hält.    

Sesampreise Indien

Sorte

USD/mt

Geschält, 99,95%

1.510

Natur

1.290

CIF Hamburg

China baut ab
In den chinesischen Häfen Huangdao und Tianjin lagern derzeit jeweils 90.000 mt und 43.000 mt Sesam. Die Bestände wurden in den vergangenen Monaten stark reduziert. Das monatliche Importvolumen war Rückläufig und die Einfuhr kann nicht mit den Verkäufen in den einheimischen Markt mithalten. Von Februar bis Juni haben chinesische Sesamimporteure ihre monatliche Einfuhr von 90.000 mt auf 30.000 mt reduziert. Daher bleibt ein Preisanstieg im chinesischen Sesammarkt voraussichtlich nicht aus.

Angehängte Dateien

Dateisymbol
Preischart Sesam, geschält
Dateisymbol
Preischart Sesam, natur

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Ölsaaten
20.05.2026
ASTANA/BRÜSSEL. In Kasachstan geht die Leinsaataussaat gut voran. Gute Wetterverhältnisse unterstützen die positiven Erwartungen. Experten sprechen sich gegen die Erhebung möglicher Exportzölle auf kasachische Ölsaaten aus.
Ölsaaten
20.05.2026
SOFIA/KYJIW. Die Saison 2025/2026 schreitet stetig voran. Mit jedem Monat der vergeht, bevor die neue Ernte im Sommer verfügbar wird, verringern sich die ohnehin schon knappen Bestände weiter.
Nüsse
18.05.2026
NEU-DELHI. Die indische Regierung verkauft ihre Erdnussbestände teurer als erwartet, was dem Markt eine gewisse Unterstützung bietet. Geopolitische Faktoren erschweren zudem den Import anderer Speiseöle. Dennoch könnte es bald zu Preisrückgängen kommen.
Ölsaaten
14.05.2026
NEU-DELHI/DODOMA. In Tansania wurde letzte Woche die Sesamsaison 2026/27 eröffnet, und die Erzeuger zeigen sich optimistisch bezüglich der Preisentwicklung. In Indien zeigt die Sommerernte ein uneinheitliches Bild. Chinas hohe Bestände dämpfen die Kaufaktivität.