Sesam: Ausnahmenregelungen im Export

19. Mai 2020 um 15:45 , Der AUDITOR
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NEU-DELHI. Die im indischen Sesammarkt nimmt die Sommerernte langsam Fahrt auf und die positiven Produktionsschätzungen sind ungetrübt.

Preise halten das Niveau

Marktteilnehmer rechnen in den kommenden Tagen mit zunehmenden Lieferungen aus den Anbaugebieten. Dank größerer Flächen und guter Wetterbedingungen in Gujarat, dem Hauptanbaugebiet der Sommerernte, soll sich die Produktion gegenüber dem Vorjahr auf über als 100.000 mt mehr als verdoppelt haben.

In Folge des hohen Angebots stehen die Sesampreise in Indien weiter unter Druck, es fehlt an Nachfrage, um für den Ausgleich zu sorgen. Vorerst haben sich die Preise allerdings auf dem Niveau der Vorwoche stabilisiert.   

Sesampreise, Indien

Sorte

USD/mt

Geschält, 99,95%

1.625

Natur, 99,95%

1.420

Schwarz, natur, 99,95%

2.270

CIF Hamburg

Lockdown geht in die 4. Phase

Am vergangenen Sonntag gab die indische Regierung bekannt, dass der Lockdown zur Eindämmung des Corona-Virus erneut verlängert wird, dieses Mal bis zum 31. Mai. Einzelne Industriezweige, darunter die Lebensmittelindustrie, dürfen mit entsprechenden Erlaubnissen schon länger wieder arbeiten. Allerdings kann es bei Lieferungen aufgrund von Personalmangel zu Verzögerungen kommen. So gibt es für die Zulassung von Sesam-Containern in Europa Notfallverordnungen. Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt in Hamburg zum Beispiel akzeptiert Kopien von Gesundheitszeugnissen und Prüfberichten. Die Originaldokumente, die vom zuständigen Amt in Indien zur Verfügung gestellt werden, müssen jedoch so schnell wie möglich nachgereicht werden.

Für mehr Informationen gehen Sie zu: 
Preischart für Sesam, geschält, mechanisch getrocknet, 99.95% Reinheit
Preischart für Sesam, ungeschält, 99.95% Reinheit 
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Preischart Sesam, natur

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