Sesam: Afrika ist dicht auf den Fersen

23. Mai 2017 um 15:22 , Der AUDITOR
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NEU-DELHI. Der indische Sesammarkt bewegt sich preislich einfach nicht von der Stelle und auch die Exporte können nicht mit den Vorjahreswerten mithalten.

Händler haben Hoffnung
Seit mehr als zwei Wochen sind die Preise für geschälten Sesam aus Indien stabil. Trotz der Berichte über große Mengen mangelhafter Qualität aus der Winterernte 2016 und der erneuten Aussicht auf eine kleine Sommerernte reichte das Kaufinteresse nicht aus, um die Preisentwicklung anzukurbeln. Händler zeigen sich dennoch optimistisch und gehen davon aus, dass die Nachfrage und damit auch die Preise bald steigen werden.   

Sesampreise Indien

Sorte

USD/mt

Geschält, 99,95%

1.430

Natur

1.250

CIF Hamburg

Nigeria kann mithalten
Laut dem statistischen Bundesamt wenden sich nicht nur chinesische Käufer verstärkt nach Afrika, um Sesam einzukaufen. Seit 2015 haben deutsche Importeure die Einfuhr von nigerianischem während des ersten Quartals um mehr als ein Drittel gesteigert, gleichzeitig gingen die Lieferungen aus Indien um 44% zurück. Die Differenz zwischen Indien und Nigeria ist im Vergleich zum Vorjahr von 2.960 mt auf 480 mt geschrumpft.

Deutschland importierte 2016 insgesamt mehr als 13.200 mt Sesam aus Indien, die Lieferungen aus Nigeria kamen dagegen lediglich auf 7.551 mt. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Käufer im späteren Verlauf der Saison, wenn die Vorräte in Afrika zur Neige gehen, wieder nach Indien orientieren, um ihren Bedarf zu decken.  

Sesamimporte nach Deutschland

Land

2015

2016

2017

Indien

4.036,30

4.669,70

2.599,90

Nigeria

1.557,70

1.712,70

2.120,90

Niederlande

714,00

1.189,50

838,50

Paraguay

291,00

107,90

359,20

Uganda

238,20

143,40

227,00

Guatemala

198,50

124,90

172,80

Quelle: Statistisches Bundesamt          Q1 2017

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Preischart Sesam, natur

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