Rapssaat: Eurokurs könnte steigen
31. Juli 2019 um 13:50 ,
Der AUDITOR
Laut Experten von MarketsFarm war der Handel gestern in Winnipeg etwas reger als am Vortag. Aber der Markt wartet auf klare Marktimpulse aus Washington und Shanghai, so die Experten. Der WASDE-Report am 12. August soll endlich Klarheit über die Anbauentwicklung bei US- Sojabohnen und Mais geben. Auf Ergebnisse der Handelsgespräche aus Shanghai wartet der Handel bisher vergeblich, nachdem US-Präsident Donald Trump Chinas Regierung auf einem Twitter-Tweed vorwarf, weniger Agrarprodukte aus den USA importiert zu haben, als beim G-20 Gipfel in Japan vereinbart wurde. Von zugesagten Sojabohnenimporten Chinas in Höhe von 20 Mio. mt wären bislang nur 13,6 Mio mt abgenommen worden. Trump warnte Chinas Regierung, die Handelsgespräche bis in den Wahlkampf der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr hinaus zu verzögern. Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua kritisierte die US-Regierung, die USA sollten China mit gebührendem Respekt behandeln, wenn sie ein Handelsabkommen möchten. In Kanada selbst gab es gestern keine neuen Daten. Kanada exportierte laut wöchentlichen CGC-Daten bis 21. Juli rund 9,05 Mio. mt Canola. In der vorhergehenden Saison lag der Export bei 10,06 Mio. mt, was seither die Kursentwicklung dort belastete.
In Westeuropa fehlte es an neuen Marktimpulsen bei Raps. Die erneut niedrigere EU-Rapsprognose des französischen Analysten Tallage von nur noch 17,4 Mio. mt, gut 400.000 t niedriger als im Vormonat, zeigte am Markt wenig Wirkung. Vielmehr blieb die Entwicklung beim US-Dollar heute im Fokus, könnte die US-Notenbank FED heute Abend eine Leitzinssenkung beschließen. Auch in den USA stehen die Zeichen auf geldpolitische Lockerung. Nach deutlichen Signalen von führenden US-Notenbankern wird vor dem Hintergrund wachsender konjunktureller Risiken fest mit einer Zinssenkung in den USA gerechnet. Dies hätte einen Anstieg des Eurokurses zur Folge, was zu niedrigeren Importpreisen für kanadischen Canola und ukrainischen Raps führen würde.
Am Kassamarkt blieb es weiterhin ruhig. Dabei blieben die Preise ex Ernte bei 374 EUR je mt FOB Rouen und 380 EUR FOB Mosel sowie 381 EUR FOB Niederrhein und 380 EUR je mt FOB Oberrhein stehen. Für Termin Oktober-Dezember wurden 386 EUR je mt FOB Niederrhein mitgeteilt.
Raps-Kassamarkt (Fronttermin)
|
Raps 00 (40/9/2) FOB |
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|
Parität |
EUR/mt |
Veränd. |
|
Rouen |
374,00 |
0,00 |
|
Mosel |
376,00 |
0,00 |
|
Hamburg |
376,00 |
0,00 |
|
Neuss/Hamm |
381,00 |
0,00 |
|
Mannheim |
380,00 |
0,00 |
EU-Rapsernte 2019-20 (Prognose)
|
EU-Rapssamenernte (1.000 mt) |
||
|
Länder |
2019/20 |
2018/19 |
|
Frankreich |
3.810 |
4.950 |
|
Deutschland |
3.070 |
3.671 |
|
VK |
1.716 |
2.051 |
|
Polen |
2.804 |
2.603 |
|
Litauen |
647 |
433 |
|
Tschechien |
1.280 |
1.411 |
|
Ungarn |
890 |
1.000 |
|
Rumänien |
752 |
1.600 |
|
Bulgarien |
392 |
452 |
|
EU-28 |
17.850 |
20.300 |
Quelle: USDA, EU-Kommission u. a.