Rapssaat: Brüssel senkt EU-Rapsprognose

26. Juli 2019 um 13:26 , Der AUDITOR
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HAMBURG. Die Märkte für Canola- und Rapssaat entwickelten sich am Vormittag schwächer. In Kanada berichteten Experten von

MarketsFarm von ergiebigen Regenfällen in der Provinz Manitoba und damit optimalen Bodenfeuchten für Canola. Der kanadische Handel berichtete gestern zudem über lustlosen Handel bei Canola. Die ICE-Future schwächten sich daraufhin um 2 auf 450 kanadische Dollar ab. Jedoch fiel der kanadische Dollar wieder unter 76 US-Cent, was die Kurse stabilisieren könnte.

In Frankreich und Deutschland erreichen die Rapserträge laut Handel nur 3 bis 4 mt je Hektar, was auf schwache Erträge schließt. Die EU-Kommission senkte ihre Prognose zur EU-Rapsernte erneut um 700.000 mt auf glatt 18 Mio. mt. Damit liegt die Schätzung aber immer noch über den Erwartungen des französischen Handels, der die Ernte deutlich unter dieser Marke erwartet. Die Ölgehalte fallen bei Winterraps in Ostdeutschland offenbar spürbar geringer aus, dabei liegen die Analysen zwischen 37-41 % in der Trockensubstanz. Wegen der Hitze und niedrigen Feuchten gehen die Einlagerungsgewichte bei Raps stark zurück. Die Schwäche beim Eurokurs verteuert weiterhin Importraps aus der Ukraine und Kanada. Die EZB stellte gestern eine Zinssenkung in Aussicht, was den Eurokurs in Talfahrt versetzte.

Am Kassamarkt blieb es weiter ruhig. Die Ölmühlenindustrie scheint für hintere Termin gut gedeckt zu sein, vorne fehlt Ware, was die Preisdifferenz erklären würde. Dabei lagen die Preise ex Ernte bei 374 EUR/mt FOB Rouen und 380 EUR/mt FOB Mosel sowie 386 EUR/mt FOB Niederrhein.

 

Raps-Kassamarkt (Fronttermin)

Raps 00 (40/9/2) FOB 

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen

374,00

0,00

Mosel

380,00

1,00

Hamburg

378,00

0,00

Neuss/Hamm

386,00

0,00

Mannheim

383,00

0,00

 

EU-Rapsernte 2019-20 (Prognose)

EU-Rapssamenernte (1.000 mt) 

Länder

2019/20

2018/19

Frankreich

3.810

4.950

Deutschland

3.070

3.671

VK

1.716

2.051

Polen

2.804

2.603

Litauen

647

433

Tschechien

1.280

1.411

Ungarn

890

1.000

Rumänien

752

1.600

Bulgarien

392

452

EU-28

17.850

20.300

 

Quelle: USDA, EU-Kommission u. a.

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