Raps: In Frankreich und Ukraine preiswerter

1. August 2019 um 13:23 , Der AUDITOR
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HAMBURG. Schwache Vorgaben bei US-Sojabohnen setzten Canola und Raps unter Druck. Auch ukrainische Ursprünge wurden preiswerter.

Die Canola-Notierung in Winnipeg sank beim Fronttermin heute Vormittag auf 443 kanadische Dollar, der Märztermin sogar auf 458 kanadische Dollar. Die Kursverluste schob der kanadische Handel auf zweistellige Kurseinbrüche bei US-Sojabohnen in Chicago. Die Handelsgespräche mit China gingen in Shanghai ergebnislos zu Ende. Obwohl beide Seiten den Abschluss der Gespräche positiv bewerteten, kam China seinem Versprechen, mehr US-amerikanische Agrarerzeugnisse zu kaufen, nicht nach. Auch Wetternachrichten beeinflussten den Markt. Meteorologen von World Weather Inc. teilten mit, dass Westkanada im Herbst keine überdurchschnittlichen Temperaturen drohen. Wegen der verspäteten Aussaat ist aber das Frühfrostrisiko höher.

Mit Blick auf Australien erwartet der dortige Ölsaatenverband (AOF) eine Canola-Ernte von 2,4 Mio. mt, gut 100.000 mt mehr als im Vorjahr. Dabei sollen südöstliche Provinzen den Produktionsrückgang in Western Australia um 450.000 mt auf 1 Mio. mt mehr als ausgleichen. ABARE hatte Kanadas Canola-Ernte hingegen auf 2,6 Mio. mt veranschlagt gegenüber 2,2 Mio. t im Vorjahr.

In Frankreich verloren die Preise für Raps bis zu 4 EUR je mt. Auch an der Rheinschiene gaben die Preise schwach nach. So gut wie keine Nachfrage und zu hohe Preise, gaben Händler zu Bedenken. In Deutschland veranschlagte der Deutsche Bauernverband die Rapsernte auf 2,8 Mio. mt, unterstellte dabei einen Durchschnittertrag von 3,2 mt je Hektar gegenüber 3,8 mt im Mittel. Der gefallene Eurokurs könnte den Rapspreis etwas stabilisieren. Denn die US-Notenbank FED senkte den US-Leitzins gestern um 0,25 Prozentpunkte. Der US-Dollar stieg, der Eurokurs verlor um 1 Cent auf 1,104 US-Dollar je Euro. In der Ukraine deuten etwas schwächere Erträge auf eine Ernte von rund 3,8 Mio. mt gegenüber 2,9 Mio. mt hin. Die ukrainischen Exporte könnten dadurch um 0,7 Mio. mt zulegen. Der Exportpreis für ukrainischen Raps fiel um 2 US-Dollar auf zuletzt 392 US-Dollar je mt CPT, umgerechnet 351,64 EUR je mt.

Am Kassamarkt blieb es weiterhin ruhig. Dabei sanken die Preise in Frankreich ex Ernte auf 372 EUR je mt FOB Rouen und FOB Mosel sowie 380 EUR FOB Niederrhein und 380 EUR je mt FOB Oberrhein stehen. Für Termin Oktober-Dezember wurden 386 EUR je mt FOB Niederrhein mitgeteilt.

 

Raps-Kassamarkt (Fronttermin)

Raps 00 (40/9/2) FOB 

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen

372,00

-2,00

Mosel

372,00

-4,00

Hamburg

376,00

0,00

Neuss/Hamm

380,00

-1,00

Mannheim

380,00

0,00

 

 




EU-Rapsernte 2019-20 (Prognose)

EU-Rapssamenernte (1.000 mt) 

Länder

2019/20

2018/19

Frankreich

3.810

4.950

Deutschland

3.070

3.671

VK

1.716

2.051

Polen

2.804

2.603

Litauen

647

433

Tschechien

1.280

1.411

Ungarn

890

1.000

Rumänien

752

1.600

Bulgarien

392

452

EU-28

17.850

20.300

 

Quelle: USDA, EU-Kommission u. a.

 

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