Raps: Der Exportschlager aus Bulgarien
20. Januar 2017 um 10:51 ,
Der AUDITOR
Die Nachfrage brummt
Laut dem bulgarischen Ministerium für Landwirtschaft wurden 2016 ganze 409.771 mt Raps exportiert. Da die inländische Produktion gerade mal 493.157 mt betrug, wurde sie fast komplett verkauft. Allerdings standen dem Markt auch die Überhangbestände aus 2015 von 70.000 mt zur Verfügung, so dass zum Jahresende noch etwa 64.470 mt vorrätig waren. Bulgarien exportiert in erster Linie in die EU. Die wichtigsten Abnehmer sind Belgien, Deutschland und Frankreich. Die Inlandsnachfrage hält sich dagegen in Grenzen. Für die Bauern steht außer Frage, dass sie die Überhangbestände aus 2016 problemlos ins Ausland verkaufen können. Vor allem in Varna hat sich gezeigt wie sehr die Nachfrage brummt. Bis Mitte Dezember wurden allein über diesen Hafen 216.457 mt exportiert, stolze 208% mehr als im Vorjahr.
Optimistische Bauern
Die starke internationale Nachfrage hat die Bauern dazu animiert mehr Raps anzubauen. So wurden inzwischen 185.717 ha Ackerflächen bestellt, 11% mehr als im Vorjahr. Sie rechnen mit einem Anstieg der Nachfrage in der Saison 2017-18.
Die Preisentwicklung 2017
Das weltweite Angebot wird für die Preisentwicklung in Bulgarien maßgeblich sein. Die USDA rechnet in der Saison 2016-17 in der EU und vor allem in der Ukraine, wo das schlechte Wetter die Aussaat verzögert hat, mit kleineren Produktionen. Demnach dürfte auch in der nächsten Saison im Weltmarkt weniger Ware zur Verfügung stehen, was Bulgarien in die Tasche spielen dürfte. Die Preise in der Ukraine hielten sich 2016 auf einem ähnlichen Niveau wie in der Ukraine. Zum Jahresende lagen sie bei 0,363 EUR/kg. Inzwischen sind sie aber auf 0,368 EUR/kg geklettert.
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Raps, Bulgarien |
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Ölsaat |
EUR/kg |
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Raps |
0,368 |
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CPT domestic port |
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