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Pistazien: Iran muss sich warm anziehen

21. April 2017 um 12:22 , Der AUDITOR
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SACRAMENTO. Nach einer enttäuschenden Saison 2015/16 melden sich die USA mit beeindruckenden Exportdaten zurück. Marktprimus Iran muss sich warm anziehen.

Nachdem die USA 2015 einen Produktionsrückgang von knapp 50% hinnehmen mussten und die Exporte in der Saison 2015/16 um ca. 25% im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen sind, weht inzwischen ein anderer Wind. Mit 133,135 mt haben sich die Exporte in der laufenden Saison im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdreifacht. Hauptabnehmer ist Hong Kong mit 41.685 mt, dicht gefolgt von China mit 32.183 mt. Deutschland belegt mit weit abgeschlagenen 9.890 mt den dritten Platz.

US-Pistazien Exporte

Saison

mt

2016/2017

133.135

2015/2016

38.949

2014/2015

69.599

2013/2014

91.210

Stand jeweils zum 31.03


Extreme Zunahmen

Vor allem in Asien und in Afrika, bzw. dem mittleren Osten haben die US-Exporte deutlich zugenommen. In Europa fällt der Anstieg, dagegen mit knapp 60% dagegen deutlich kleiner aus. Kein Wunder also, dass sich die US-Produzenten vor allem für China und Vietnam interessieren.

US-Pistazienexporte in mt

Region

2015/16

2016/17

Diff.

Europa

20.149

33.625

+59,92%

Asien

12.742

80.992

+635,63%

Australien/Ozeanien

804

1.593

+198,13%

Afrika/Mittlerer Osten

1.734

9.533

+549,77%

Mittel-/Südamerika

283

512

+180,92%

Nordamerika

3.091

5.584

+180,65%

Andere

146

1.294

+886,30%

Gesamt

38.949

133.135

+341,82%

Exportzeitraum 01.09.-31.07.

 

Das Wettrennen zwischen den USA und Iran bleibt spannend
Allerdings hat Präsident Trumps Aufkündigung der Verhandlungen zur Transpazifischen Partnerschaft alle Hoffnungen zerschlagen den hohen Importzoll in Vietnam von 25% in naher Zukunft umgehen zu können. Da der Iran nicht an dem Vertrag beteiligt war, hätte dies den entscheidenden Wettbewerbsvorteil für die USA bringen können. Über die letzten 5 Jahre hinweg stammten 40% der weltweiten Exporte aus dem Iran und 37% aus den USA. Der Iran ist zudem zunehmend bestrebt die strengen Grenzwerte der EU für Aflatoxin einzuhalten, wodurch den USA wichtige Marktanteile wegbrechen können. Ein weiterer Punkt, der den Produzenten Bauchschmerzen bereit ist das politische Verhältnis zu China.

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