Kostenfrei

Pistazien: Größere Anbaufläche trotz Wassermangel

27. Juli 2020 um 15:05 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

TEHERAN. Vergrößerte Anbauflächen sorgen für Probleme in Bezug auf die Wasserknappheit im Iran. Durch erschwerte Exporte sitzen die Händler auf großen Restbeständen.

Suche nach Bewässerungsmöglichkeiten läuft

Pro Jahr wird die Fläche der Pistazienplantagen im Iran um etwa 7.000 ha erweitert. Nach Angaben des iranischen Pistazienverbandes werden in diesem Jahr etwa 180.000 mt Pistazien auf einer Fläche von 400.000 ha geerntet, dazu kommen rund 100.000 mt an Überhangbeständen, die bisher nicht exportiert werden konnten. Das Anbauplus vergrößert allerdings das Problem der Wasserknappheit, für das die Farmer bisher noch keine adäquate Lösung gefunden haben. Die Entwicklung neuer Bewässerungsarten, vor allem im Bereich der Tropf- und Druckbewässerung, scheint jedoch inzwischen Fortschritte zu erzielen.

Erschwerte Handelsbedingungen

Rund 5 Millionen Menschen sind im Iran aktuell in der Pistazienindustrie tätig; Arbeitsplätze, die durch die Corona-Pandemie gefährdet sind. Währungsprobleme erschweren den Handel zusätzlich, weshalb der Iran seit 2018 einen merklichen Rückgang der Exportzahlen erlebt. Zudem hadern immer mehr Bauern, weil der Ernteertrag im Vergleich zum benötigten Aufwand relativ gering ausfällt. Zwar können die Erzeuger in der Provinz Kerman mit höheren Ernteerträgen überzeugen, die Kenntnisse und Möglichkeiten, die dazu führen, behalten sie jedoch bisher für sich.

Die Exportpreise für Akbari- und Fandoghi-Pistazien sind in den vergangenen Wochen nominell um etwa 2,2 bis 2,8% gestiegen. Der Preis für Akbari-Pistazien, 20-22, liegt aktuell bei 6,54 EUR/kg FOB Iran.

Pistazien, Iran

Sorte

EUR/kg*

Ahmad Aghaei, 22-24

6,07

Ahmad Aghaei, 24-26

5,84

Akbari, 20-22

6,54

Akbari, 22-24

6,30

Kale Ghuchi, 22-24

5,95

Kale Ghucci, 24-26

5,78

Fandoghi, 30-32

5,49

Fandoghi, 32-34

5,31

FOB Iran, *Abnahmemenge 1 mt

 Für mehr Informationen gehen Sie zu: 
Preischart Pistazien in der Schale, Ahmad Aghaei, 22/24, NO, Iran
weitere Preischarts

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Nüsse
15.07.2026
CANBERRA/BRÜSSEL. Die neuen Ernteschätzungen der Australian Macadamia Society fallen geringer aus als die Märzprognose. Die Erträge variieren hier je nach Region. Die EU-Importe sind deutlich gestiegen.
Nüsse
15.07.2026
CANBERRA. Australiens Mandelflächen wachsen jedes Jahr weiter. Niederschläge während der Ernteperiode sorgen für Unsicherheit bezüglich Produktion und Qualität. Die Exporte haben sich stabilisiert.
Nüsse
15.07.2026
ORDU. Die türkischen Haselnusserzeuger sind mit dem aktuellen Preisniveau alles andere als glücklich und ziehen entsprechende Konsequenzen. Alle warten gespannt auf die Preisbekanntgabe der TMO. Bezüglich der neuen Ernte herrschen noch einige Unsicherheiten.
Nüsse
14.07.2026
MANILA. Während sich die Exportpreise noch weitgehend stabil halten, beginnen die Rohwarenpreise für Kokosraspel bereits zu steigen. Das Wetter dürfte sich in diesem Jahr als ganz besonders entscheidend für die Ernte herausstellen.