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Pekannüsse: Mögliche Preiserhöhungen durch knappe Bestände

30. September 2021 11:02, Der AUDITOR
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ATLANTA. Im Juli hatten die Kühllagerbestände in den USA dem APC zufolge einen bisherigen Tiefstand erreicht. Inzwischen erreicht die neue Ernte die Märkte, im Laufe der Saison könnte es allerdings zu Verknappungen kommen, die unweigerlich Preissteigerungen mit sich bringen würden.

Saison-Abschlussbericht steht kurz bevor

Wie der aktuelle Bericht von Pecan Report zeigt, können sich die US-Pekannussfarmer mit der aktuellen Situation sehr zufrieden zeigen. Bereits den September über hatte sich eine hohe Nachfrage gezeigt, sodass der Markt stark in den Oktober starten kann. Vor allem das Kaufinteresse im Inland sowie in der wichtigen Exportdestination China ist durchgehend gut, was sich auch im Saison-Abschlussbericht 2020/21 des American Pecan Council (APC) widerspiegeln wird, der in naher Zukunft veröffentlich werden soll. Nach Angaben von Pecan Report ist die Nachfrage im Vergleich zur vorherigen Saison dabei um gut 21% gestiegen und nach dem derzeitigen Datenstand wurden knapp 22.000 mt mehr verschifft, wobei das Volumen des letzten Saisonmonats, dem August, noch ergänzt werden muss.

Stabile Preise

Die Preise haben sich in den letzten Monaten auf einem festen Niveau gehalten. Nachdem die Saison 2020/21 mit den größten Septemberlieferungen seit Beginn der Aufzeichnungen des APC begonnen hatte, war es zunächst immer wieder zu Schwankungen gekommen, die tendenziell eher einen Abwärtstrend verfolgt hatten. Fancy Junior Mammoth Halves, Ursprung USA, kosten auf dem europäischen Spotmarkt aktuell 10,65 EUR/kg FCA Spanien.

Bestände auf Rekordtief

Die Kühllagersvorräte in den USA sind im Vergleich zum Vorjahr merklich gesunken und der APC meldete für Juli den niedrigsten Pekannussbestand aller Zeiten. Die neue Ernte trifft aktuell auf den Märkten ein. Da in den USA allerdings eine durchschnittliche und in Mexiko eine verhältnismäßig geringe Ernte erzielt wurden, könnte es Pecan Report zufolge im Laufe der Saison zu Preiserhöhungen kommen, sollten die Vorräte knapp werden. Bei der stetig steigenden Nachfrage ist dieses Szenario nicht allzu unwahrscheinlich.

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