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Mandeln: Krieg überschattet Wachstum im Februar

16. März 2026 um 15:00 , Der AUDITOR
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SACRAMENTO. Wie aus dem aktuellen Bericht des Almond Board of California hervorgeht, erreichten die Exporte im Februar einen neuen Monatsrekord. Doch der Krieg im Iran überschattet die Prognosen. Zudem wird befürchtet, dass der kommende Sommer sehr heiß und trocken ausfallen wird.

Rekord im Februar

Mit 196 Mio. lbs stiegen die monatlichen Exporte auf den höchsten jemals für einen Februar verzeichneten Wert und lagen damit auch 24% über den 159 Mio. lbs, die im Februar 2025 ausgeführt wurden. Die monatlichen Inlandslieferungen brachen dagegen um 20% auf 45 Mio. lbs ein, verglichen mit den 56 Mio. lbs, die im Februar des Vorjahres ausgeliefert wurden. Mit 241 Mio. lbs lagen die monatlichen Gesamtlieferungen folglich 12% über den 215 Mio. lbs des Vorjahres. 

Krieg trübt die Stimmung

Insgesamt sind die Gesamtlieferungen seit Saisonstart um 4% und die Inlandslieferungen um 18% zurückgegangen. Die Gesamtexporte begwegen sich hingegen auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr. Die Lieferungen nach Indien liegen zwar immer noch 4% unter dem Vorjahresvolumen, haben aber den Rückstand größtenteils aufgeholt. Während einige Lieferanten wie Select Harvest betonen, dass die Nachfrage in dieser Saison weiter anziehen wird, sind andere wie Blue Diamond Almonds etwas weniger optimistisch und erklären, dass Abnehmer in Indien die globalen Preisentwicklungen und die wirtschaftlichen Bedingungen genau beobachten.

Die Exporte nach Spanien liegen um 16% über dem Vorjahreswert. Auch aus Italien ist die Nachfrage stark, während sie in den Niederlanden und Deutschland zurückgegangen ist; die Lieferungen nach Westeuropa liegen mit 356 Mio. lbs um 1% über dem Vorjahresvolumen.

Die Exporte in die Vereinigten Arabischen Emirate sind in diesem Jahr bisher um 1% zurückgegangen, während die Lieferungen in die Türkei um 23% gestiegen sind. Die Gesamtlieferungen in den Nahen Osten sind seit dem Vorjahr um 5% auf 233 Mio. lbs gestiegen. Dennoch wurde die Region durch den Krieg im Iran und die Sperrung der Straße von Hormus schwer getroffen, seit die USA und Israel am 28. Februar ihre Angriffe gestartet haben. Die Lieferungen in die Region wurden stark beeinträchtigt, was sich direkt auf die Nachfrage ausgewirkt hat.

Vietnam verzeichnete mit 72% den stärksten Anstieg bei den Lieferungen aus Kalifornien. Die Exporte nach Südostasien sind in dieser Saison bisher um 49% auf 84 Mio. lbs gestiegen, verglichen mit den 56 Mio. lbs, die im Vorjahr verzeichnet wurden. 

US-Mandellieferungen*, in 1.000 lbs

Destination

2024/25

2025/26

Diff.

Indien

221.413

213.100

-3,8%

Spanien

97.273

112.895

16,1%

VAE

97.703

96.765

-1,0%

Türkei

74.376

91.448

23,0%

Italien

53.791

63.451

18,0%

Vietnam

82.893

55.699

-32,8%

Niederlande

31.201

53.629

71,9%

Deutschland

53.036

51.818

-2,3%

Japan

37.683

47.113

25,0%

Marokko

49.766

43.688

-12,2%

Andere

375.446

349.502

-6,9%

Exporte gesamt

1.174.581

1.179.108

0,4%

Inlandslieferungen gesamt

413.750

338.677

-18,1%

Gesamt

1.588.331

1.517.785

-4,4%

Quelle: Quelle: California Almonds, 01.08.-28.02.

*Geschält und ungeschält

Die Unsicherheit nimmt zu

Bis zum 28. Februar waren 2,679 Mrd. lbs aus der Ernte 2025 verzeichnet worden, was weniger als 1% weniger ist als im Vorjahreszeitraum. Die berechneten Lagerbestände lagen mit 1,59 Mrd. lbs um 3% über dem Vorjahreswert. Während die Händler optimistisch waren, dass die Exportnachfrage im Februar anziehen würde, hat der Konflikt im Nahen Osten nun für ein hohes Maß an Unsicherheit gesorgt. Die Lieferanten prüfen derzeit Umleitungen der Lieferungen, was jedoch längere Transportzeiten und höhere Transportkosten mit sich bringen wird. Auch die Kraftstoffpreise sind ein Problem. Die WTI-Rohöl-Futures überschritten am Montag vorübergehend 100 USD pro Barrel. Es herrscht Einigkeit darüber, dass der Markt umso mehr Herausforderungen zu bewältigen haben wird, je länger der Konflikt andauert.

Die Bedingungen während der Blütezeit waren etwas gemischt, wie Select Harvest berichtet. Grund ist, dass die Nonpareil-Bäume recht früh voll zu blühen begannen und das Wetter ständig zwischen kalten und nassen sowie sonnigen und milden Bedingungen schwankte. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die sich bildenden Fruchtansätze und die Wasserversorgung, da die Schneedecke in der Sierra Nevada und in Nordkalifornien geringer als durchschnittlich ist. Eine gute Nachricht ist jedoch, dass die meisten großen Stauseen auf oder über dem Durchschnitt liegen. Dennoch ist das Risiko eines heißen und trockenen Sommers erhöht, da sich im Pazifik ein El-Niño-Muster entwickelt.

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
Preischart für Mandeln, natur, +14, Valencia
Preischart für Mandeln, natur, 12/14 mm, Valencia
Preischart für Mandeln, blanchiert, 27/30, California SSR
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