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Mandeln: Hohe Exporte reduzieren Überhangbestände

22. Januar 2025 um 16:27 , Der AUDITOR
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CANBERRA. Das Freihandelsabkommen zwischen Australien und China begünstigt die Mandelexporte dieser Saison. Gleichzeitig sorgen die Rekordexporte dafür, dass es kaum Überhangbestände geben dürften, die Anfang März mit in die neue Saison genommen werden könnten.

Exporte bleiben rekordverdächtig

Beflügelt durch das Freihandelsabkommen zischen Australien und China konnten die australischen Mandelexporte auch im November 2024 einen neuen Rekord erzielen. Laut dem Geschäftsführer des Almond Board of Australia, Tim Jackson, könne die Ungewissheit über einen möglichen Handelskrieg zwischen den USA und China im Jahr 2025 diese Nachfrage weiter anzuheizen.

Im November 2024 wurden insgesamt 15.427 mt Mandeln mit und ohne Schale ins In- und Ausland geliefert, ein Plus von 74,1% gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Inlandslieferungen legten um 12,4% auf 2.599 mt zu und auch das Exportvolumen stieg um 96% auf 12.828 mt. China bleibt für Australien in dieser Saison der mit Abstand wichtigste Absatzmarkt, nachdem sich das Land in den letzten Monaten zunehmend von den USA als Handelspartner abwandte. Das Land importierte im November 9.239 mt aus Australien, ein Plus gegenüber dem Vorjahresmonat von 417,9%. Aber auch die Lieferungen in die Türkei (+88,7% auf 1.406 mt) und nach Deutschland (+108,1% auf 697 mt) legten in diesem Zeitraum zu, während Länder wie Indien (-29,8% auf 550 mt), Vietnam (-71,7% auf 516 mt) und Spanien (-51,8% auf 149 mt) ihre Einfuhr drastisch reduzierten.

Insgesamt wurden seit Beginn der Saison 2024/2025 am 01. März rund 143.921 mt australische Mandeln mit und ohne Schale ins In- und Ausland geliefert. Während die Inlandslieferungen im Jahresvergleich lediglich um 0,8% auf 20.064 mt gestiegen sind, legten die Exporte um 35,2% auf 123.857 mt zu. Die Lieferungen nach China haben sich gegenüber dem Vorjahr auf 69.964 mt mehr als verdoppelt. Während die Lieferungen nach Indien mit 17.158 mt relativ stabil blieben, haben Deutschland (+36,3% auf 4.119 mt) und die Vereinigten Arabischen Emirate (+97,1% auf 3.502 mt) ihre Einfuhr ebenfalls merklich gesteigert. Im Gegensatz dazu waren die Lieferungen in die Türkei (-8,2% auf 7.926 mt), sowie nach Vietnam (-44,1% auf 5.288 mt) und Spanien (-64,4% auf 3.263 mt) insgesamt rückläufig. 

Mandelexport und Inlandsbedarf* Australien in mt

Land

2023/24

2024/25

Diff.

China

31.437

69.964

122,6%

Australien

19.904

20.064

0,8%

Indien

17.138

17.158

0,1%

Türkei

8.635

7.926

-8,2%

Vietnam

9.464

5.288

-44,1%

Deutschland

3.022

4.119

36,3%

VAE

1.777

3.502

97,1%

Spanien

9.174

3.263

-64,4%

Thailand

824

1.540

86,9%

Niederlande

1.282

1.234

-3,7%

Andere

8.891

9.863

10,9%

Gesamt

111.548

143.921

29,0%

Quelle: Almond Board of Australia; Mär-Nov

*mit und ohne Schale

Offizielle Ernteprognose steht noch aus

Berichte zur neuen Ernte, die in kürze bevorstehen dürfte, gibt es derzeit nicht. Zwar hatte das Almond Board of Australia angekündigt, dass die Branche ihre Schätzungen bereits in der Vorwoche hatte bekannt geben wollen, eine offizielle Prognose gibt es bislang allerdings nicht. Allerdings ist aufgrund der hohen Exporte mit geringen Überhangbeständen zu rechnen, denn die Vorjahresernte lag lediglich bei 153.500 mt Mandeln ohne Schale.

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
- Preischart für Mandeln, natur, +14, Valencia
- Preischart für Mandeln, natur, 12/14 mm, Valencia
- Preischart für Mandeln, blanchiert, 27/30, California SSR
- weitere Preischarts

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