Mais: WASDE-Report blieb eher neutral

12. Juni 2020 um 12:23 , Der AUDITOR
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PARIS. Im Gegensatz zum Weizen brachte der WASDE-Report neutrale bis gute Nachrichten für den Maismarkt, in Chicago legte Mais leicht zu. In Paris blieb der Kurs eher stehen. Die globalen Welt-Maisbestände werden beim Juni-WASDE-Report etwas niedriger gesehen, mit Bestandsabbau in Argentinien und Bestandaufbau in Brasilien gegenüber April. Der Anstieg der US-Maisvorräte um 31 Mio. mt gegenüber dem Vorjahr bleibt natürlich bestehen und dürfte den Maismarkt deutlich in Schach halten. In der EU wird trotz höherer Maisernte ein Anstieg der Maisimporte um 1,5 auf 23,0 Mio. mt erwartet.

In Chicago notierte US-Mais am Vormittag mit 3,30 USD/Bushel um 1,2 % höher als gestern. In Paris lag der Fronttermin um 0,2 % niedriger bei 168,75 EUR/mt. Im Fokus stand der Juni-WASDE-Report. Die Welt-Maisernte erwartet das USDA um 1,6 Mio. mt höher als im Mai bei nun 1.188.4,8 Mio. mt, also knapp 1,189 Mrd. mt. Maßgebend hierfür ist die gestiegene Schätzung für Brasilien um 1,0 Mio. mt. Die weltweiten Maisvorräte am Saisonende 2020-21 sieht das USDA jedoch um 1,3 Mio. mt niedriger bei 337,9 Mio t. Abwärtskorrekturen gab es für Argentinien um 1 auf 3,9 Mio. mt und in China um 2 auf 198,1 Mio, während die größere Ernte in Brasilien die Läger um 1 auf 6,9 Mio. mt auffüllen soll. Damit bestätigte der Bericht auch nicht die Annahme einiger Analysten, dass die Farmer aufgrund schwacher Maisnachfrage infolge der Corona-Pandemie ihre Flächen in der kommenden Saison vermehrt mit Sojabohnen bepflanzen. So ließ das USDA die Angaben zur Größe der Anbauflächen für Mais und Soja unverändert stehen.  Im Gegensatz zum Weizen brachte der WASDE-Report gute Nachrichten für den Maismarkt, in Chicago legte Mais leicht zu.

Mais-Kassakurse (Fronttermin)

Körnermmais (handelsüblich)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Bordeaux FOB

162,00

-1,00

Holland CIF

186,00

0,00

Oldenburg DDP

190,00

0,00

Brake FOT

184,00

0,00

Niederrhein DDP

184,00

0,00

Oberrhein FOB

182,00

0,00

Quelle: Handel

Frankreichs hohe Ernteerwartungen für Mais drücken Preis
Die EU-Maisernte sah das USDA unverändert bei 68,3 Mio. mt, im Vergleich 66,3 Mio. mt im Vorjahr. Die EU-Maisimporte sollen danach von 21,5 Mio. mt im Vorjahr auf 23,0 Mio. mt steigen, was mit der geringen EU-Weizenernte zusammenhängt. Die EU-Maisbestände sollen von anfangs 7,99 auf 7,89 Mio. mt so gut wie nicht verändern, im Vorjahr lagen die Anfangsbestände ähnlich bei 7,76 Mio. mt. In Frankreich gab Körnermais am Kassamarkt trotzdem gut 1 EUR/mt am Morgen nach. Nach den Niederschlägen der letzten Tage sieht der Handel die hohen Ernteerwartungen in Frankreich bei Mais, soll Frankreichs Maisernte von 12,8 Mio. mt im Vorjahr auf 15,4 Mio. mt zunehmen. Für Deutschland ging der europäische Landhandelsverband COCERAL von einem Anstieg von 3,1 auf 4,6 Mio. mt aus. Auch in Polen verbessern die höheren Niederschläge das Wachstum der jungen Maispflanzen. Polnischer Mais soll um 158 EUR/mt EXW Slaski und 170 EUR/mt EXW Zachodni angeboten werden. Die Exportpreise für ukrainischen Mais zur neuen Ernte wurden vom Handel unverändert mit 145 USD/mt Fob Odessa angegeben.

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Welt- und EU-Maisernten im Überblick -Stand Juni 2020

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