Mais: Vorübergehender Beschluss beim Phase-1-Deal

8. Mai 2020 um 13:42 , Der AUDITOR
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PARIS. Der Maismarkt erhielt in den USA etwas Auftrieb durch Frostwarnungen im Mid West sowie durch eine Einigung mit China über eine Zwischenlösung im Phase-1-Deal bis 7. August. Darauf folgte ein Exportverkauf von 686.000 mt US-Mais nach China. Brüssel hob die Importsteuer auf Drittlandmais von 5,27 auf 10,40 EUR/mt an. Am Wochenende könnte ein Kälteeinbruch die junge Maisaussaat in Nordwesteuropa gefährden.

In Chicago notierte Mais am Mittag mit knapp 3,18 USD/Bushel um 1,5 % höher als gestern. In Paris legte der Fronttermin um 0,4 % auf 165,50 EUR/mt zu. In den USA zogen Wettervorhersagen über Kälte mit Frosteinbrüchen rund um die Great Lakes die Maiskurse in Chicago nach oben, können Maissämlinge keine Fröste vertragen. Neben den wöchentlichen Exportzahlen für US-Mais von 774.632 mt, die um 43 % unter der Vorwoche blieben, gab das USDA einen Verkauf von 686.000 mt Mais nach China bekannt. Diese Woche fanden Verhandlungen zwischen Vertretern der USA und Chinas über die Umsetzung des Phase-1-Abkommens statt, bei denen beschlossen wurde, dass die USA vorübergehend bis 7. August 2020 die Zölle auf 146 chinesische Waren zurücknehmen, China dagegen seine Importverpflichtungen erfüllen wird. Der US-Fleischsektor zeigte zuletzt ein uneinheitliches Bild. US-Schweinefleischverkäufe nahmen diese Woche kräftig zu und lagen 18 % über dem Vorjahreszeitraum. China kaufte auf Jahressicht bisher aber nur 60 % der Vorjahresmenge. Der Rindfleischexport blieb dagegen um 78 % unter der Vorjahreswoche. Die Nachricht, dass das Schlachtunternehmen von Tyson in Waterloo (Iowa), bei dem 19.500 Schweine am Tag geschlachtet werden, wieder in Betrieb genommen wurde, stützte den Maismarkt.

Mais-Kassakurse (Fronttermin)

Körnermmais (handelsüblich)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Bordeaux FOB

155,00

0,00

Holland CIF

180,00

0,00

Oldenburg DDP

190,00

0,00

Brake FOT

182,00

0,00

Niederrhein DDP

182,00

0,00

Oberrhein FOB

182,00

0,00

Quelle: Handel

Rohölmarkt verliert leicht
Der Rohölmarkt lieferte in den USA mit einem Kursverlust von 0,5 % auf 24 USD/Barrel keine Unterstützung für Mais. Dabei waren die US-Rohöllagerbestände um weitere 4,6 Mio. Barrel gestiegen. Nach Einschätzung von Rystad Energy wird sich das globale Ungleichgewicht zwischen Rohölangebot und -nachfrage im Mai auf 13,6 Mio. Barrel/Tag halbieren. Im Juni dürfte der Überhang auf 6,1 Mio. Barrel/Tag abschmelzen. Bei Morgan Stanley rechnet man damit, dass sich die weltweite Rohölnachfrage nur langsam vom Tiefststand im April erholen wird. Dabei sahen die Experten den Kurs für Brent bei 35 USD/Barrel im 4. Quartal. In Westeuropa unterstützten angekündigte Kälteeinbrüche von Frankreich bis zum Baltikum die Kursentwicklung bei Mais in Paris. Zudem stabilisierte die Anhebung der Importsteuer auf Drittlandmais von 5,27 auf 10,40 EUR/mt in Brüssel den Markt.

 

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