Getreide - Getreideerzeugnisse / Mehle

Mais: Verunsicherung am deutschen Markt

24. Juni 2020 10:41, Der AUDITOR
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PARIS. In den USA konnte Mais wetterbedingt etwas zulegen, die US-Fleischindustrie fährt ihre Auslastung wieder hoch. In Deutschland blieb die Marktlage eher gespannt, sorgt der Schlachtviehmarkt für Verunsicherung auch im Futtermittelsektor.

Die Maismärkte zeigten am Morgen noch wenig Preisänderung. Aber am Kassamarkt gab Mais leicht nach. Am Kassamarkt wurde Körnermais in Frankreich um 157 UEUR/mt Fob Bordeaux und La Pallice angeboten. In Brake lag der Preis bei 188 EUR/mt EXW, am Niederrhein bei 184 EUR/mt und Süd-Oldenburg bei 190 EUR/mt DDP. Fob Oberrhein werden für Körnermais 182 EUR/mt verlangt. Für gewissen Preisdruck sorgen die laufenden Gerstenernten, die nach Mitteilungen des Handels je nach Niederschlagsmengen zwar heterogener, aber in der Summe höher als erwartet in Frankreich und auch in Süddeutschland ausfallen. An der Preislage in Polen änderte sich wenig, Körnermais wird weiterhin mit rund 162 EUR/mt EXW Warschau und 158 EUR/mt EXW Slaski angeboten. In Deutschland belasten zunehmende Absatzrisiken am Schweinemarkt den Futtermittelsektor. Deutschlands größter Schlachtbetrieb der Firma Tönnies bleibt zunächst gesperrt und für den gesamten Landkreis Gütersloh sowie Warendorf wurde ein Lockdown bis zum 30. Juni. verfügt. Gut 20.000 Schweine pro Tag müssen umdisponiert werden. Der Schweinefleischpreis sank weiter um 1 Cent auf 1,69 EUR/mt.

Terminkurse -Mais (Fronttermine)

CBoT (USD/bu)

325,00

0,3 %

Matif (EUR/mt)

165,75

-0,2 %


Mais-Kassamarkt

Körnermmais (handelsüblich)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Bordeaux FOB

157,00

-1,00

Süd-Holland CIF

186,00

0,00

Süd-Oldenburg DDP

190,00

0,00

Westfalen DDP

192,00

0,00

Niederrhein DDP

184,00

0,00

Oberrhein FOB

182,00

0,00

Quelle: Handel

Leicht festerer Maismarkt in den USA
In den USA zog Mais leicht an, nachdem trockenheiße Witterung die Kursentwicklung in Chicago etwas stützte. Jedoch werden zum Wochenende hin Regenfälle erwartet. Die US-Fleischverarbeitungsindustrie steuert auf Kapazitätsauslastungen von 80 bis 85 % hin, was die US-Schweine- Rinder-, und Geflügelfleisch wieder verbilligen sollte. Auch der US-Ethanolabsatz holte weiter auf, sagten Experten von Price Futur Group. Die Exportinspektion fiel mit 1,295 Mio. mt US-Mais gut 41 % höher als in der Vorwoche. Der US-Handel erwartet höhere Absatzchancen für Mais, Sorghum und Ethanol nach China. Druck kam aus Brasilien. Der Kursrückgang beim Real führte zu niedrigeren Exportpreisen. Das Beratungsunternehmen Safras hat seine Schätzung zur brasilianischen Maisernte um 6,5 auf 108 Mio. mt erhöht. Grund ist eine höhere Safrinha-Maisernte.

DDGS-Kassamarkt

DDGS (Fronttermine)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Zeitz EXW

190,00

-4,1 %

 

 

 

Quelle: Handel

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