Mais: USA bremsen wohl Maisanbau ein

18. Mai 2020 um 13:15 , Der AUDITOR
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PARIS. Der Maismarkt zeigte in den USA leichte Erholungstendenz. Der US-Handel rechnet mit Anbauverschiebungen zugunsten von Sojabohnen. In Westeuropa blieb Mais in Paris stabil. Frankreichs Kassamarkt legte hingegen bei Mais etwas zu. Frankreichs Maisaussaat war zu 90 % abgeschlossen. In der Ukraine wird eine Maisernte von 38 bis 40 Mio. mt erwartet. In Deutschland sind am Wochenende erneut Mitarbeiter eines Fleischverarbeiters positiv auf das Coronavirus getestet worden.

In Chicago notierte Mais am Mittag mit knapp 3,21 USD/Bushel um 0,5 % fester als letzten Freitag. In Paris blieb der Fronttermin bei 164,00 EUR/mt nahezu stehen. In USA zeigte der Markt nach wochenlangem Abwärtstrend leichte Befestigung. Dabei rechnet der US-Handel mit Anbauverschiebungen zugunsten von Sojabohnen und weniger Maisanbau. IEG Vantage hat die US-Maisfläche zur Ernte 2020 auf 94,16 Mio. Acres veranschlagt, im Vergleich zur sehr hohen USDA-Prognose von 97 Mio. Acres. Dies bedeutet, das US-Farmer noch Mais-Anbaufläche auf Sojabohnen umwidmen werden. Allerdings sollen erwartete Niederschläge über großen Teilen des MidWest den Anbaufortschritt etwas abbremsen. Der Wochenexport für US-Mais lag letzte Woche bei 1,073 Mio. mt, gut 14 % über vierwöchigen Mittel. Aber die Exporterwartungen nach China bleiben eher gedämpft, wird Peking die geplante Erhöhung der Ethanolproduktion wegen der Corona-Krise nur stark verzögert realisieren. Laut Getreidebörse in Buenos Aires wurden in Argentinien bislang 40 % der Maisernte eingebracht. Algerien kaufte einen Maistender über 40.000 mt Mais aus überwiegend argentinischem Ursprung.

Mais-Kassakurse (Fronttermin)

Körnermmais (handelsüblich)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Bordeaux FOB

161,00

3,00

Holland CIF

178,00

0,00

Oldenburg DDP

190,00

0,00

Brake FOT

182,00

0,00

Niederrhein DDP

182,00

0,00

Oberrhein FOB

182,00

0,00

Quelle: Handel

Frankreichs Maispreise zogen an
In Frankreich befestigte sich Mais deutlich. Hintergrund sind wohl die recht gute Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Futterweizen und zügige Nachfrage Spaniens. Auch wird der Maispreis in der EU durch den Einfuhrzoll von derzeit 10,40 EUR/mt gestützt. Zuletzt hob Agreste Frankreichs Maisfläche um 100.000 ha auf 1,6 Mio. Hektar an, dem höchsten Flächenstand seit 2014-15, im Vorjahr betrug der Anbau 1,44 Mio. Hektar. Frankreichs Maisaussaat war zu 90 % abgeschlossen. Für Deutschland veröffentlichte Destatis eine Silomaisfläche von 2,27 Mio. Hektar. Ein genaueres Bild wird im Juli mit vorläufigen Ergebnissen der Bodennutzungserhebung zur Verfügung stehen. In der Ukraine wird eine Maisernte von 38 bis 40 Mio. mt erwartet, im Vergleich zu 35,9 Mio. mt im Vorjahr. Das dürfte zu immensem Preisdruck im Herbst führen, vor allem dann, wenn die Ernte mangels ausreichender Lagervorräte aus der Ernte verkauft werden müsste. Die Ukraine exportierte letzte Woche 450.000 mt Mais, Russland 120.000 mt. In Deutschland sind am Wochenende erneut Mitarbeiter eines Fleischverarbeiters positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Verband der Fleischwirtschaft (VDF) hat der Bundesregierung einen Fünf-Punkte-Plan zur Umsetzung von Maßnahmen bei der Beschäftigung von Werkvertragsarbeitnehmern vorgelegt.

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