Mais: Trump pumpt gigantische Liquidität in den US-Markt

16. Juni 2020 um 13:57 , Der AUDITOR
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PARIS. Die Maismärkte zeigten sich in den USA fester und in Westeuropa schwächer, was zumindest den Kassamarkt betraf. Unterstützung kam vom Rohöl, will die US-Regierung ein gigantisches Infrastruktur-Maßnahmenpaket von fast einer Milliarde US-Dollar per Oktober in den Markt pumpen, was auch Rohöl nach oben zog. Den EU-Maismarkt ließ dies kalt.

In Chicago notierte US-Mais am Vormittag mit 3,32 USD/Bushel um 0,9 % fester als gestern. In Paris blieb der Fronttermin bei 165,50 EUR/mt stehen. In den USA trieben Short-Eindeckungen bei Mais die Kurse in Chicago. Die Maiszustandsbonitierung fiel im Crop Progress Report um 4 auf 71 % gut bis exzellent bewerteter Pflanzen. Dies ist noch eine sehr hohe Bewertung für Mitte Juni. US-Mais befindet sich jedoch in einer kritischen, da wetterabhängigen Phase. Umso genauer blickt der Handel auf die weiteren Wettervorhersagen sowie die wöchentlichen US-Export-Verkäufe.  Die Exportinspektion für US-Mais lag mit 909.356 mt um immerhin 27 % über der Vorwoche. Für leichte Verunsicherung am US-Markt sorgte die jüngste Prognose von IEG Vantage, die mit 94,3 Mio. Acres eine 2,8 % niedrigere US-Maisfläche als das USDA zuletzt erwartete.

Mais-Kassakurse (Fronttermin)

Körnermmais (handelsüblich)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Bordeaux FOB

160,00

-3,00

Holland CIF

186,00

0,00

Oldenburg DDP

190,00

0,00

Brake FOT

184,00

0,00

Niederrhein DDP

184,00

0,00

Oberrhein FOB

182,00

0,00

Quelle: Handel

MARS erwartet 8,2 % höhere EU-Maisernte
Der westeuropäische Kassamarkt tendierte in Frankreich für Mais schwächer, weil das Wetter wechselhaft bleiben soll. Zusätzliche Niederschläge werden in Westfrankreich sowie in ganz Mittel- und Osteuropa prognostiziert. Dies verbessert die Wachstumschancen vor allem in Frankreich, wo Mais vielerorts beregnet werden muss. Nach in den letzten Tagen eher schwächeren Rohölpreis-Notierungen holte Rohöl bei der Sorte Brent heute Morgen um 5,8 % auf 39,7 USD/Barrel und bei WTI um 7,2 % auf 37,0 USD/Barrel auf.  Den Impuls dafür lieferte Washington, indem die Trump-Regierung offenbar ein gewaltiges Infrastruktur-Maßnahmen­paket von fast einer Milliarde US-Dollar vorbereitet für eine Freigabe per Oktober. Die EU-Maisnachfrage war zuletzt stark begrenzt, besonders wegen der spanischen Futtergerstenernte. Der Prognosedienst der EU-Kommission, MARS, hob seine Ertragsschätzungen für Mais EU-weit um 8,2 % auf durchschnittlich 8,2 mt/ha an.

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