Mais: Trump will Moskau zu 20 % Rohölfördermengenbegrenzung bewegen

31. März 2020 um 13:54 , Der AUDITOR
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PARIS. Die Covid19-Pandemie lässt den Rohölmarkt weiter erschüttern. Dies treibt die US-Ethanolpreise mit in den Keller. Auf den US-Ethanolabsatz entfällt immerhin etwa ein Drittel der Mais-Inlandsnachfrage in den USA. Die Trump-Regierung will Moskau zu 20 % Rohölfördermengenbegrenzung bewegen, um die drohende US-Pleitewelle für Schieferölproduzenten abzuwenden. Im Gegenzug verlangt Moskau die Aussetzung von Sanktionen und Handelskrieg für die Zeit der Coronavirus-Krise.

Die internationalen Maismärkte standen weitgehend noch etwas unter Druck, zeigten in Westeuropa und am Schwarzmeer leichte Preisbefestigungstendenzen. Chicago verzeichnete bei Mais ein Minus von 0,8 % auf 3,42 USD/Bushel, Paris dagegen ein schwaches Plus von 0,1 % auf 168,00 EUR/mt. In den USA standen die Entwicklung der Covid19-Pandemie, der Quartalslagerbestände und Anbauflächenschätzungen sowie Zahlen der Exportinspektion im Fokus. Die Zahl der Covid19-Infizierten stieg in den USA über Nacht um 15 % auf 164.610 Patienten. Bei den Quartalsbeständen per 1. März rechnen die Analysten bei Mais mit einem Rückgang auf 8,162 Mrd. Bushel, im Vergleich zu 8,613 Mrd. Bushel im Vorjahr. Die Handelseinschätzungen zur US-Maisanbaufläche liegen mit 94,25 Mio. Acres weit über dem Vorjahr von 89,70 Mio. Acres. Die Exportinspektion überstieg mit 1.269.000 mt das Vorwochenergebnis leicht. Nachfragesorgen belasten den US-Maismarkt stark mit der Verringerung der Ethanolproduktion und dem Druck auf die Energiepreise. Auf diese entfällt etwa ein Drittel der Inlandsnachfrage in den USA.

Mais-Kassakurse (Fronttermin)

Körnermmais (handelsüblich)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Bordeaux FOB

163,00

0,00

La Pallice FOB

163,00

0,00

Holland CIF

184,00

0,00

Oldenburg DDP

190,00

0,00

Brake FOT

184,00

0,00

Niederrhein DDP

186,00

0,00

Oberrhein FOB

182,00

0,00

Ukraine FOB

-

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Quelle: Handel

Bald leichter Preisauftrieb für EU-Mais?
Für die Kursmisere bei US-Mais macht der US-Handel Saudi-Arabien verantwortlich, würde der Rohöllieferant Russland dafür abstrafen wollen, weil sich Moskau nicht auf Förderbegrenzung mit Riad verständigen wollte. Die Rohöl-Leitsorten tendierten bei BRENT am Morgen mit 23,1 USD/Barrel um 2,3 % schwächer, WTI aber mit 21,3 USD/Barrrel  um 3,9 % fester als am Vortag. US-Präsident Donald Trump versucht Moskau zu gemeinsamen, abgestimmten Kürzungen von 20 % bei den Ölfördermengen zu bewegen. Die US-Schieferölproduzenten laufen in eine Pleitewelle, falls die Ölpreise sich nicht erholen. Russland hat den USA Hilfe im Kampf gegen die Corona-Pandemie angeboten, aber gefordert, die Sanktionen und den Handelskrieg für die Zeit der Coronavirus-Krise auszusetzen. Der EU-Maismarkt wurde nur schwach durch den etwas festeren Kursverlauf bei Weizen unterstützt. Weil geringere Maisimporte aus Argentinien und Brasilien zu erwarten sind, erwägt der westeuropäische Handel auch Maiseinfuhren aus den USA. Die EU-Maisimporte sanken in der Saison bis 23. März um 13,2 % auf 15,41 Mio. mt. Der EU-Importbedarf 2019-20 wird vom Großhandel auf 21 Mio. mt geschätzt.

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