Mais: Südamerika sorgt für Preisdruck
15. August 2019 um 12:10 ,
Der AUDITOR
In Chicago notierte heute Morgen der Fronttermin für Mais bei 362,50 US-Dollar je Bushel, gut 7 US-Dollar niedriger als am Vortag. In Paris legte Mais schwach auf 168,50 EUR/mt zu. Dabei blieben die Vorgaben aus den USA schwach. Der neue UVP-Report zeigte eine um 5.000 Barrel auf 1,045 Mio. Barrel je Tag gestiegene US-Ethanolproduktion, wobei die US-Ethanolvorräte um 766.000 Barrel auf 13,883 Mio. Barrel zulegten. Die US-Ethanol-Futures fielen wegen der schwachen Exportnachfrage auf ein Sieben-Monats-Tief. Vor dem heute erscheinenden USDA-Exportbericht lagen die Handelseinschätzungen für den US-Maisexport bei 200.000 bis 700.000 mt. Südkorea kaufte 134.000 mt US-Mais zu einem Preis von 201 US-Dollar Cost & Freight. In den USA besteht immer noch viel Unsicherheit über den Ausgang der Maisernte. Die Pro Farmer's Tour soll in der nächsten Woche mehr Klarheit über das Ertragspotenzial im Maisgürtel geben.
Beim Maisexport rückt der Kursverfall der argentinischen Währung in den Fokus. Der Peso büßte innerhalb vier Wochen 23 % Wertverlust ein, auch Brasiliens Währung ging um mehr als 6 % zurück. Dadurch kann Argentinien extrem günstig Mais exportieren. Dies zwingt Exporteure in den USA und in der Ukraine zu aggressiven Preisangeboten, meinte der US-Handel. Dabei erreichten die brasilianischen Maisexporte in der ersten Augustdekade 2,94 Mio. mt, im Vergleich zu 0,8 Mio. mt im Vorjahr. Damit könnte das Exportergebnis von Juli mit 6,32 Mio. mt Exporten noch deutlich übertreffen werden.
In Westeuropa gab Mais am Kassamarkt weiter nach. Dabei wurden in Frankreich nur noch 164 EUR/mt FOB Bordeaux mitgeteilt. Am Oberrhein kostete Körnermais 183 EUR/mt, am Niederrhein 185 EUR/mt FRANKO Verarbeiter. Am Schwarzmeer blieb der Exportpreis für ukrainischen Mais bei 142,90 EUR/mt CPT Ukraine stehen. Regen und Abkühlung unterstützen bessere Wachstumsbedingungen für europäischen Mais.
Mais-Kassakurse (Fronttermin)
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Mais (handelsüblich) FOB, DAP |
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Parität |
EUR/mt |
Veränd. |
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Bordeaux |
164,00 |
-3,00 |
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La Pallice |
164,00 |
-2,00 |
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Holland |
190,00 |
0,00 |
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Oldenburg |
193,00 |
0,00 |
|
Niederrhein |
185,00 |
0,00 |
|
Oberrhein |
183,00 |
0,00 |
|
Ukraine |
142,90 |
0,00 |
|
Russland |
- |
- |
|
Argentinien |
- |
- |
|
Brasilien |
- |
- |
EU-Maisernte 2019-20 (Prognose)
|
EU-Maisernte (1.000 mt) |
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Länder |
2019/20 |
2018/19 |
|
Frankreich |
13.100,0 |
14.4916,0 |
|
Deutschland |
4.190,0 |
4.541,0 |
|
Italien |
5.826 |
6.110 |
|
Spanien |
3.360 |
3.800 |
|
Polen |
3.750 |
3.840 |
|
Ungarn |
8.370 |
8.665 |
|
Rumänien |
11.450 |
12.000 |
|
Bulgarien |
2.900 |
3.077 |
|
EU-28 |
64.800 |
62.754 |
Welt-Maisernte 2019-20 (Prognose)
|
EU-Maisernte (1.000 mt) |
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|
Länder |
2019/20 |
2018/19 |
|
USA |
353.900 |
366.300 |
|
Argentinien |
56.000 |
49.000 |
|
Brasilien |
103.000 |
101.000 |
|
China |
254.000 |
257.300 |
|
Südafrika |
14.000 |
11.500 |
|
Ukraine |
36.500 |
35.800 |
|
EU-28 |
64.800 |
62.754 |
|
Welt |
1.108.240 |
1.123.020 |
Quelle: Handel, USDA, EU-Kommission u.a.