Mais: Steigende Rohölpreise und Regen bewegen den Markt

8. Juni 2020 um 15:36 , Der AUDITOR
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PARIS. Mais tendierte in Chicago und in Paris fester. In den USA hatte das trockenere Wetter wenig Einfluss auf die Kursentwicklung. Etwas Unterstützung lieferten gestiegene Rohöl- und Ethanolpreise, geht die Nachfrage nach Benzin und anderen Treibstoffen in den USA wieder langsam hoch. Regen verbesserte in Westeuropa die Wachstumsbedingungen für Mais. Die FAO geht in ihrer Juni-Prognose von einer 5,6 % höheren Welt-Maisernte aus.

In Chicago notierte US-Mais am Mittag mit 3,33 USD/Bushel um 0,9 % fester als letzten Freitag. In Paris lag der Fronttermin bei 169,25 EUR/mt um 0,3 % niedriger. Die Wetterlage mit heißen Temperaturen und kaum Niederschlag im Midwest am letzten Wochenende hatte kaum Einfluss auf die Kursentwicklung in Chicago. Nach Handelseinschätzung dürfte die Maisaussaat in den USA zu 98 % gegenüber 93 % in der Vorwoche abgeschlossen sein. Nach Angaben des USDA summierten sich die Exportverkäufe bis 28. Mai auf 40,5 Mio. mt für das laufende Wirtschaftsjahr, was 89,8 % der veranschlagten Exportmenge entsprach. Zur neuen Ernte lagen die Buchungen bei 3,41 Mio. mt, was vergleichsweise hoch ausfiel. Vom US-Ethanolmarkt gab es weiter steigende Impulse, springt die Nachfrage nach Benzin und anderen Treibstoffen in den USA wieder leicht an. Auch die Rohölsorte WTI stieg am Morgen um 6,3 % auf 40,0 USD/Barrel und Brent um 6,6 % auf 43,0 USD/Barrel. Die OPEC-Plus Gruppe hat  am Samstag die Verlängerung der Förder­begren­zung von minus 9,7 Mio. Barrel um einen Monat beschlossen. Die Weltwirtschaft springt schleppend an. Dabei war Chinas Außenhandel im Mai um 9,3 % gegenüber Vorjahr eingebrochen, die Exporte sanken um 3,3 %, die Importe um 16,7 %, wodurch ein Handelsüberschuss von 62,9 Mrd. US-Dollar resultierte.

Mais-Kassakurse (Fronttermin)

Körnermmais (handelsüblich)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Bordeaux FOB

164,00

0,00

Holland CIF

186,00

0,00

Oldenburg DDP

190,00

0,00

Brake FOT

184,00

0,00

Niederrhein DDP

184,00

0,00

Oberrhein FOB

182,00

0,00

Quelle: Handel

USA, Kanada und Ukraine werden Überangebot verstärken
In Westeuropa standen Wetterentwicklung und FAO-Prognose im Fokus. Teils ergiebigere Regenfälle in Süd-Frankreich, Süd-Deutschland, Tschechien und Polen dürften die Wachstumsbedingungen der jungen Maispflanzen verbessert haben. Noch mehr Regen ist vorhergesagt. Laut FAO wird sich die globale Maisproduktion in 2020-21 um 5,6 % auf 1,207 Mrd. mt erhöhen, die Maisbestände sollen um 37 auf 200 Mio. mt ansteigen. Laut Handel werden drei große Maisernten in den USA, Kanada und Ukraine für reichliches Überangebot sorgen. Die US-Maisernte dürfte 406,3 Mio. mt erreichen, was ein Plus von 60 Mio. mt gegenüber Vorjahr wäre. Kanadas Maisernte soll 16 % auf 15,6 Mio. mt zulegen. Die ukrainische Maisproduktion soll um 2,1 auf 37,3 Mio. mt ansteigen. In Frankreich gab es am Kassamarkt keine Preisänderung. Die Mais-Nachfrage Spaniens ist wegen Gerstenernte begrenzt. Vom Schlachtvieh-Sektor kamen stabile Impulse, lag der Schweinefleischpreis mit 1,72 EUR/kg SG nahezu unverändert, rechnet die Branche mit guter Grill-Saison, wenn auch mehr Niederschläge die Grillaktivitäten einbremsen könnten.

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