Mais: Schweinepreisentwicklung drückt Maisnachfrage

22. April 2020 um 15:06 , Der AUDITOR
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PARIS. Der Maismarkt setzte den Abwärtstrend in Westeuropa und am Schwarzmeer fort. Nicht so krass wie in Nord- und Südamerika, entwickelt sich der Schlachtschweinemarkt auch in Westeuropa leicht abwärts, nachdem der Gastrobereich stark eingebrochen ist, wegen der Covid19-Pandemie viele Großveranstaltungen abgesagt wurden und vielerorts keine Reisen in Deutschland gebucht werden können. In den USA erholte sich Mais auf niedrigem Niveau leicht, nachdem der Rohölpreis in den USA schwach zulegen konnte und China höhere Importe für US-Mais in Aussicht stellte. Die Trump-Regierung will der US-Ölindustrie massiv unter die Arme greifen.

In Chicago notierte Mais mit 3,11 USD/Bushel um 0,6 % fester als gestern. In Paris konnte sich der Fronttermin mit 0,4% Rückgang auf 164,00 EUR/mt nicht halten. Leichte Kurserholung beim Rohöl sorgte für steigende US-Maiskurse. US-Präsident Donald Trump will der US-Ölindustrie mit Milliarden Staatshilfen unter die Arme greifen. Dazu hatte Trump seinen Energieminister und den Finanzminister beauftragt, einen Plan auszuarbeiten, um Unternehmen und Arbeitsplätze zu sichern, hieß es in einem Tweed. China erwägt weitere Zollbefreiungen für US-Mais, nachdem Tiefstpreise zu Schließung etlicher Ethanolwerke in den USA geführt haben. Wenig optimistisch blieb Chinas Ausblick auf die Schweinefleischversorgung im zweiten Quartal. Chinas Schweinefleischproduktion ging im 1. Quartal 2020 gegenüber dem Vorjahr um 29 % zurück.Die Folgen der Afrikanischen Schweinepest konnten im September den Zenit erreichen. Während in den USA nach Smithfield Foods, Cargill und JBS, viele Schlachtunternehmensstandorte wegen extremer Fleischkonsumausfälle durch die Covid19-Pandemie schließen mussten, nahm Tyson Foods seinem Schlachtbetrieb in Columbus Junction in Teilbereichen wieder auf. Das Werk war mit 1.400 Mitarbeitern für zwei Wochen stillgelegt worden. Wegen vieler Schließungen kamen Gerüchte auf, dass das Fleischangebot stark gesunken sei und zu Engpässen führen könnte, dem Kanadas Regierung widersprach.

Mais-Kassakurse (Fronttermin)

Körnermmais (handelsüblich)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Bordeaux FOB

159,00

-1,00

Holland CIF

182,00

-5,00

Oldenburg DDP

190,00

-2,00

Brake FOT

182,00

-4,00

Niederrhein DDP

184,00

-2,00

Oberrhein FOB

182,00

-1,00

Quelle: Handel

Fleischkonsum leidet auch in Deutschland unter niedrigerer Gastronachfrage
In Westeuropa gab Mais jedenfalls deutlich nach, weniger in Frankreich, als in Holland und auch am Niederrhein. Dabei sprach der Handel von rückläufigem Geschäft bei Futtergerste, was auch den Maispreis mit nach unten zog. Nicht so krass wie in Nord- und Südamerika, entwickelt sich der Schlachtschweinemarkt auch in Westeuropa mittlerweile abwärts, nach dem der Gastrobereich stark eingebrochen ist, wegen der Covid19-Pandemie viele Großveranstaltungen abgesagt wurden und vielerorts keine Reisen gebucht werden können. Die gute Exportnachfrage nach China im Vorjahr hat unter der Pandemie stark gelitten, konnten und können in China nicht einmal genügend Kühlcontainer für den Abtransport von tiefgefrorenem Schweinefleisch von den Seehäfen in die bevölkerungsstarken Metropolen Chinas bereitgestellt werden. Auch deshalb haben die großen Schlachtunternehmen die Hauspreise gesenkt, was wiederum die Ertragslage bei den Mastbetrieben verschlechterte und zu niedrigen Einstallungen führen könnte. Mit 1,84 EUR/kg Schlachtgewicht lag der Schweinepreis an der ISN-Börse heute noch vergleichsweise im grünen Bereich, wenn man damit die Preisabstürze in den USA vergleicht.

 

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