Mais: Schwache Vorgaben aus den USA und China

22. Mai 2020 um 14:47 , Der AUDITOR
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PARIS. Mais gab an den Terminbörsen nach, legte in Frankreich am Kassamarkt jedoch zu. Die Vorgaben für Mais aus den USA blieben schwach. Schlechte Arbeitsmarktdaten und wenig Hoffnung auf schnelle wirtschaftliche Erholung drückten die Kurse ebenso wie Chinas Ankündigung, auf eine zweite Konjunkturprognose für das zweite Halbjahr zu verzichten. In Deutschland soll laut DRV die Maisernte um 707.000 mt auf 4,372 Mio. mt ansteigen. Spaniens Futtergerstenernte naht.

In Chicago notierte US-Mais am Mittag mit leicht über 3,16 USD/Bushel um 1,5 % schwächer als vor dem Feiertag Christi Himmelfahrt. In Paris zog der Fronttermin dagegen um 0,9 % auf 166,25 EUR/mt an, mit zuletzt leicht schwächerer Tendenz. Die Vorgaben für Mais aus den USA blieben eher schwach. Der wöchentliche Export von US-Mais lag mit 884.200 mt um 18 % unter der Vorwoche und um 10 % niedriger als im vierwöchigen Mittel. Am Exportmarkt fehlte zuletzt die Nachfrage. Hauptabnehmer waren Japan, Mexiko und Südkorea auf. Kaufaufträge Chinas, die von den Marktteilnehmern erhofft worden waren, blieben zunächst aus. Selbst die leichte Erholung am Ethanolmarkt fiel nicht so deutlich aus. Der Rohölmarkt erlebte einen Rücksetzer, sank WTI um 5,3 % auf 34,3 USD/Barrel und Brent um 6,3 % auf 32,0 USD/Barrel. Schlechte Arbeitsmarktdaten und wenig Hoffnung auf schnelle wirtschaftliche Erholung drückten die Kurse ebenso wie Chinas Ankündigung, auf eine zweite Konjunkturprognose für das zweite Halbjahr zu verzichten. Denkbar ist dort ein Null-Wachstum für 2020, mehr nicht, meinte der Handel.

Mais-Kassakurse (Fronttermin)

Körnermmais (handelsüblich)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Bordeaux FOB

161,00

3,00

Holland CIF

182,00

4,00

Oldenburg DDP

190,00

0,00

Brake FOT

182,00

0,00

Niederrhein DDP

182,00

0,00

Oberrhein FOB

182,00

0,00

Quelle: Handel

Frankreichs Maispreise legen durch festeren Weizen nach 
Am französischen Kassamarkt legte Mais am Morgen um 3 EUR/mt zu. Dieser festere Trend war durch den Preisanstieg bei Weizen zu erklären. In Deutschland soll laut DRV die Maisernte um 707.000 mt auf 4,372 Mio. mt ansteigen. Der Anbau wuchs um 10,5 % auf 460 Hektar, der Ertrag wird mit 94,9 mt/ha um 7,6 % höher erwartet. FranceAgriMer erhöhte die Bonitierung bei Mais-Feldbeständen um 2 auf 87 %. In Frankreich wird ein Großteil der Maisflächen beregnet. Zuletzt hob Agreste Frankreichs Maisfläche um 100.000 auf 1,6 Mio. Hektar an, dem höchsten Flächenstand seit 2014-15, im Vorjahr betrug der Anbau 1,44 Mio. Hektar. Dabei dürfte Frankreichs Maisernte anbaubedingt um 1,6 Mio. mt, Polens um mehr als 700.000 mt steigen, während die Ernten in Spanien, Ungarn und Rumänien sowie Bulgarien zurückgehen. Spanien dürfte gut 700.000 mt mehr Mais aus Frankreich und anderswo kaufen. Bald bremst die beginnende Futtergerstenernte in Spanien die Maiskäufe in Frankreich ein, hieß es beim Handel.

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