Mais: Märkte am Mittag stoßen auf mehr Widerstand

18. Juni 2020 um 14:13 , Der AUDITOR
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PARIS. Die Maismärkte konnten sich Handelsverlauf etwas befestigen. Dabei ist die Nachfrage bei derzeit hohem Preisniveau aus der alten Ernte nicht sehr ausgeprägt, zumal die Futtermittelindustrie noch gute Bestände halten soll. Das Augenmerk liegt vielmehr auf der neuen Ernte, die um bis zu 20 EUR/mt günstiger angeboten wird.

Ähnlich wie Weizen konnte sich Mais im Handelsverlauf etwas befestigen. Trockenheiße Witterung im südlichen US-Maisgürtel trieb die Maiskurse in Chicago etwas nach oben. Aber auch die Exporterwartungen blieben nach guter Exportinspektion vergleichsweise hoch. Die Prognose von IEG Vantage zum US-Maisanbau lag mit 94,3 Mio. Acres deutlich unter der USDA-Schätzung von 97 Mio. Acres, was Kursgewinne generierte. Laut UVP-Report stieg die Ethanolproduktion in den USA die Woche nur um 4.000 auf 841.000 Barrel/Tag, was einem Maisverbrauch von 2,1 Mio. mt entspricht, während Analysten bessere Indikatoren erwartet hatten. Die US-Ethanolvorräte sanken jedoch um 456.000 Barrel auf 21,34 Mio. Barrel. Rekordhohe Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den sechs US-Bundesstaaten Arizona, Florida, Oklahoma, Oregon, Texas und Nevada belasteten jedoch den Markt, könnten die Gouverneure der Staaten erneut wirtschaftlich einschränkende Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie verhängen. Besonders der Fleischverbrauch steht dabei im Fokus.

Mais-Kassakurse (Fronttermin)

Körnermmais (handelsüblich)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Bordeaux FOB

158,00

-2,00

Holland CIF

186,00

0,00

Oldenburg DDP

190,00

0,00

Brake FOT

184,00

0,00

Niederrhein DDP

184,00

0,00

Oberrhein FOB

182,00

0,00

Quelle: Handel

Mais aus alter Ernte viel zu teuer
Experten erwarten dabei, dass die Tiefkühlbestände für US-Schweinefleisch per Ende Mai um 5,7 % und bei Rindfleisch um 6,8 % zum Vormonat sinken dürften, was einen Wiederanstieg des US-Fleischverbrauchs bedeuten würde. Überrascht haben in den USA auch die Junizahlen zum US-Arbeitsmarkt. Waren Analysten von rekordhoher Arbeitslosenquote von 19 bis 20 % ausgegangen, so hoch wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr, lag die die Quote nur bei 13,3 %, was zeigt, dass im letzten Monat in den USA wieder 2,5 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen wurden. In der Ukraine ist die Nachfrage nach Mais aus der alten Ernte rückläufig, wohl weil die Preise in Exporthäfen wie Odessa auf einem hohen Niveau von 173-174 USD/mt liegen. Ukrainischer Mais aus neuer Ernte soll mit 147 bis 148 USD/mt angeboten werden, was schon interessanter für den Handel klingt. Der Regen der letzten Tage brachte nur die Preiserwartungen für neue Ernte nach unten. Beim Körnermais rechnet der DRV mit Zuwächsen von 19 % auf 4,37 Mio. mt, was auf eine größere Anbaufläche zurückzuführen ist. Körnermais aus der alten Ernte war zuletzt um 162 EUR/mt EXW Warschau zu erwerben. In Brake lag der Preis bei 190 EUR/mt für alte und 171 EUR/mt für neue Ernte.

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