Mais: Höhere Schweinefleischnachfrage stützt Markt
26. Mai 2020 um 14:22 ,
Der AUDITOR
In Chicago notierte US-Mais am Mittag mit knapp unter 3,20 USD/Bushel um 0,8 % fester als gestern. In Paris gab der Fronttermin marginal auf 167,50 EUR/mt nach. In den USA dürfte die Maisaussaat zu 90 % abgeschlossen sein, gegenüber 80 % letzte Woche und 82 % im vierjährigen Mittel, teilten US-Broker am Mittag mit. Genaue Ergebnisse liefert am Abend der Crop Progress Report. Im Fokus standen die Entwicklungen beim Rohöl und beim Wetter am Schwarzmeer. Bei Rohöl legte Brent um 3,4 % auf 36,3 USD/Barrel und bei WTI um 3,2 % auf 34,5 USD/Barrel zu. Russlands Energieminister Nowak blieb zuversichtlich, dass der globale Rohölmarkt bereits im Juli wieder zum Gleichgewicht zurückfindet. Nowak schätzte die Überversorgung im Mai bei 7 bis 12 Mio. Barrel/Tag. Ab Jahresmitte sollen sich die Lagerbestände abbauen. In der Ukraine wurden bis 21. Mai 5,25 Mio. Hektar ausgesät, verglichen mit 4,42 Mio. Hektar am 22. Mai 2019, sodass die USDA-Produktionsprognose von 39 Mio. mt recht realistisch erscheint, hieß es im Handel. Seit Saisonbeginn exportierte die Ukraine 28 Mio. mt Mais, gut 1,6 Mio. mt mehr als im Vorjahr. Das USDA ging von 32 Mio. mt, der Handel von nur 30 Mio. mt Export aus, wodurch sich das ukrainische Maisangebot bis Herbst sichtlich verringern wird. Ukrainischer Mais wurde zu 175 bis 176 USD/mt Fob Odessa nachgefragt.
Mais-Kassakurse (Fronttermin)
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Körnermmais (handelsüblich) |
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Parität |
EUR/mt |
Veränd. |
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Bordeaux FOB |
164,00 |
0,00 |
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Holland CIF |
182,00 |
0,00 |
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Oldenburg DDP |
190,00 |
0,00 |
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Brake FOT |
182,00 |
0,00 |
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Niederrhein DDP |
182,00 |
0,00 |
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Oberrhein FOB |
182,00 |
0,00 |
Quelle: Handel
Safrinha-Maisernte Brasiliens beginnt in Kürze
Brasiliens Safrinha-Maisernte, die in Mato Grosso Anfang Juni beginnt, dürfte an den Märkten für Preisdruck sorgen, wenn auch von leichten Trockenschäden dort die Rede ist. Am französischen Kassamarkt blieb Mais am Morgen unverändert, auch in Holland und Süd-Oldenburg gab es wenig Preisänderung. Die auch für Mais wichtige Nachfrageentwicklung bei Schweinefleisch ist vor Pfingsten traditionell hoch. Die weitere Öffnung der Gastronomie und die Grillaktivitäten sorgen im Inland für die nötigen Impulse. Am Fleischmarkt waren über das Wochenende alle Fleischartikel gesucht und die Preise zogen an. Im Fokus bleiben die Corona-Fälle in Schlachtbetrieben, wie jetzt in Holland. Dort sorgt der Corona-Ausbruch von 147 Infizierten im niederländischen Schlachthof in Groenlo der Schlachthof-Gruppe Vion für Schlagzeilen. Bereits am Freitag hatten die Behörden der Provinz Gelderland im Osten des Landes für 600 Mitarbeiter Heim-Quarantäne angeordnet und den Schlachthof geschlossen. Die Preise für Schweinefleisch sind auf 1,75 EUR/kg SG gestiegen.