Mais: Gerüchte über Förderbegrenzungen bei Rohöl bestätigen sich nicht

3. April 2020 um 13:57 , Der AUDITOR
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PARIS. Die Hoffnung der Ölindustrie auf ein rasches Ende des Ölpreis-Kriegs zwischen Saudi-Arabien und Russland hatte am Morgen ein Kursfeuerwerk bei Rohöl ausgelöst. US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben zwischen Saudi-Arabien und Russland vermittelt. Später dementierte ein Kremlsprecher Trumps die Darstellung, was die Kurse wieder fallen ließ. Der Wochenexport für US-Mais fiel wegen der lebhaften Nachfrage Asiens recht hoch aus. In Westeuropa meldete der Handel eher zurückgehendes Geschäft bei Mais.

Der Maismarkt konnte die Kursgewinne nach der Rohölpreisexplosion nicht halten, hieß es am Morgen im Handel. US-Präsident Donald Trump löste mit einer Reihe von Twitter-Nachrichten eine Kursexplosion bei Rohöl aus. So berichtete er, Saudi-Arabien und Russland hätten sich auf Förderkürzungen und damit auf ein Ende des Preiskrieges verständigt. Angepeilt sei eine Reduzierung der täglichen Fördermengen zwischen 10 und 15 Mio. Barrel. Allerdings wies ein Kremlsprecher Trumps die Darstellung umgehend zurück, was die Kurse wieder fallen ließ. Derzeit pumpt allein Saudi-Arabien täglich die Rekordmenge von 12 Mio. Barrel aus dem Boden. Auslöser des Preiskriegs war Anfang März die Weigerung Russlands, die Fördermengen wegen der Coronavirus-Krise weiter zu drosseln. Davon abgesehen zeigte sich der Wochenexport bei US-Mais bis 26. März mit 1.075.400 mt als grundsolide, lag dieser zwar mit 41 % unter dem hohen Ergebnis der Vorwoche, blieb aber einer der höchsten der Saison. Auch kaufte Algerien gestern 40.000 mt Mais, wahrscheinlich aus den USA.  Die US-Ethanolindustrie steht weiter vor einer großen Pleitewelle. Die Ethanolbestände in den USA sind auf den Rekordwert von 25,7 Mio. Barrel gestiegen. 

Mais-Kassakurse (Fronttermin)

Körnermmais (handelsüblich)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Bordeaux FOB

161,00

0,00

La Pallice FOB

161,00

0,00

Holland CIF

182,00

0,00

Oldenburg DDP

190,00

0,00

Brake FOT

182,00

0,00

Niederrhein DDP

182,00

0,00

Oberrhein FOB

180,00

0,00

Ukraine FOB

-

-

Quelle: Handel

Maisnachfrage ebbt in Westdeutschland ab
In Westdeutschland hielt sich der Maispreis vom Vortag bis Mittag. Der französische Handel sprach von geringerer Nachfrage, nachdem im Wochenverlauf die Käufe zugenommen hatten. Die Logistikprobleme haben in Frankreich deutlich abgenommen, nachdem mehr Sicherheitsvorkehrungen in den Ladezonen bestehen. In Süd-Oldenburg und Westfalen hieß es, die Nachfrage der Mischfutterhersteller nach Futtergetreide und Mais ebbt wieder ab, da tierhaltende Betriebe ihre Deckungslücken im vorderen Bereich geschlossen haben. Das Kontraktgeschäft steht nun wieder deutlich im Vordergrund. Am Schwarzmeer ging der Maisexport um das 2-fache zurück. Laut APK-Inform exportierte die Ukraine in der Woche bis 27. März nur 412.000 mt Mais.

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