Mais: Coceral erwartet in Frankreich hohes Ergebnis

9. Juni 2020 um 14:21 , Der AUDITOR
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PARIS. Mais tendierte in Chicago und in Paris leicht schwächer, auch am Schwarzmeer gab Mais etwas nach. In den USA sorgte ein gutes Crop-Rating für Mais für etwas Kursdruck in Chicago, die Exportkontrolle für US-Mais lag im Rahmen der Handelserwartungen. Ob sich mit Tropensturm „Cristobal“ in den USA die Lage ändert, bleibt abzuwarten. In der EU erwartet Coceral eine 2,9 % höhere Maisernte. Frankreich soll 2,6 Mio. mt mehr Mais ernten. Der ukrainische Handel ruderte beim Maispreis zurück.

In Chicago notierte US-Mais am Mittag mit 3,32 USD/Bushel um 0,3 % schwächer gestern. In Paris lag der Fronttermin bei 169,50 EUR/mt um 0,1 % höher. In den USA überraschte der tropische Sturm „Cristobal“ auch den Maismarkt. Heftige Regenfälle und Sturm sorgten vom US-Golf kommend in den US-Bundesstaaten Mississippi, Louisiana und Alabama für Starkregen mit Überschwemmungen, was den Schiffsverkehr am Mississippi-Delta zum Erliegen brachte. Die Regenfälle sollen sich nördlich fortsetzen und könnten US-Maisgebiete beeinträchtigen. Der Crop Progress Report zeigte für US-Mais ein Crop-Rating von 74 % gut bis exzellente Pflanzen, im Vergleich zu 59 % im Vorjahr. Die US-Maisaussaat war zu 97 % abgeschlossen. Die Exportinspektion für US-Mais lag mit 1,1 Mio. mt im Rahmen der Handelserwartungen. In der Saison 2019-20 summieren sich die Ausfuhren auf 1,16 Mrd. Bushel und liegen damit 26 % hinter dem Vorjahreswert zum gleichen Zeitpunkt. Druck kam vom Rohölmarkt. Saudi-Arabien gab bekannt, dass freiwillige Förderkürzungen ab Juli nicht mehr fortgesetzt werden, was einen deutlichen Rückgang der Ölpreise zur Folge hatte. Die Vereinten Arabischen Emirate werden es den Saudis gleichtun, sodass zusätzliche Kürzungen von knapp 1,2 Mio. Barrel/Tag auslaufen und auf der Angebotsseite zuzuschlagen sind. Die Rohölsorte WTI sank am Morgen um 4,3 % auf 38,3 USD/Barrel und Brent um 5,2 % auf 40,8 USD/Barrel.

Coceral erwartet 2,9 % höhere EU-Maisernte
In Frankreich gab Körnermais am Kassamarkt um 1 EUR/mt nach. Der europäische Getreidehandelsverband Coceral hob die EU-Maisernte von 65,5 Mio. mt im Mai auf 66,8 Mio. mt an, im Vergleich zu 64,9 Mio. mt im Vorjahr, was auf eine 2,6 Mio. mt höher erwartete Maisernte Frankreichs zurückzuführen ist. Frankreichs Maisernte soll von 12,8 Mio. mt im Vorjahr auf 15,4 Mio. mt steigen. Für Deutschland erwartet der Verband einen Anstieg von 3,1 auf 4,6 Mio. mt. Dadurch dürfte sich rein rechnerisch der Importbedarf für Mais in die EU, besonders nach Spanien, Italien und die Niederlande deutlich vermindern. Dies ließ zusammen mit einem Anstieg der EU-Futtergerstenernte von 62,1 auf 63,4 Mio. mt mehr Druck beim Futtermittelsektor erwarten. Die schwierigen Witterungsbedingungen bei der Aussaat des Wintergetreides hatte eine Ausweitung der Maisanbaufläche zur Folge. Diese beläuft sich auf 9,2 Mio. ha nach 8,6 Mio. ha im Vorjahr. Vom Schlachtvieh-Sektor kamen stabile Impulse, lag der Schweinefleischpreis mit 1,72 EUR/kg SG nahezu unverändert, rechnet die Branche mit guter Grill-Saison, wenn auch mehr Niederschläge die Grillaktivitäten etwas einbremsen könnten. Ukrainischer Mais soll zur neuen Ernte um 128,40 EUR/mt Fob Odessa angeboten werden.

 

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