Mais: Chinas Einfuhrlizenzen im Fokus
19. Mai 2020 um 13:57 ,
Der AUDITOR
In Chicago notierte Mais am Mittag mit rund 3,21 USD/Bushel wenig verändert zu gestern. Auch in Paris blieb der Fronttermin bei 164,25 EUR/mt fast stehen. In den USA standen Exportkontrolle und Crop Progress Report im Fokus. Die US-Maisaussaat war zu 80 % abgeschlossen, mit 36 Prozentpunkten Vorsprung zum Vorjahr und Rückstand von neun zum Fünf-Jahresmittel. Die Exportinspektion für US-Mais lag bis 14. Mai bei 1,151 Mio. mt, was 1,7 % unter der Vorwoche lag. Mexiko, Japan und China waren die Top-Exportziele. Zugleich wurden auch 227.642 mt Sorghum verschifft, 89 % davon gingen nach China. Für den US-Maisexport ist neben Mexiko auch China ein wichtiger Abnehmer. Als Teil des Phase-1-Abkommens mit den USA habe Peking für 2020 bereits über 6 Mio. mt Mais eine Einfuhrerlaubnis zum gesenkten Zollsatz erteilt, hieß es. China will die Ethanolproduktion steigern, um weniger vom Rohöl abhängig zu werden. Dabei könnten Einfuhrlizenzen über 7,2 Mio. mt Mais erteilt werden. Chinas Maisimporte stiegen im 1. Quartal auf 1,25 Mio. mt, das waren 27 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Die überwiegenden Maisimporte Pekings stammten aus der Ukraine.
Mais-Kassakurse (Fronttermin)
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Körnermmais (handelsüblich) |
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Parität |
EUR/mt |
Veränd. |
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Bordeaux FOB |
158,00 |
-3,00 |
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Holland CIF |
178,00 |
0,00 |
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Oldenburg DDP |
190,00 |
0,00 |
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Brake FOT |
182,00 |
0,00 |
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Niederrhein DDP |
182,00 |
0,00 |
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Oberrhein FOB |
182,00 |
0,00 |
Quelle: Handel
Frankreichs Maispreise gaben wieder nach
In Frankreich gab Mais am Morgen etwas nach, was mit Frankreichs höherer Maisfläche und hohen Ernteerwartungen bei Mais in der Ukraine im Zusammenhang stand. Zuletzt hob Agreste Frankreichs Maisfläche um 100.000 auf 1,6 Mio. Hektar an, dem höchsten Flächenstand seit 2014-15, im Vorjahr betrug der Anbau 1,44 Mio. Hektar. Auch der Eurokurs legte etwas zu, was den Importpreis für Mais leicht senkte. In der Ukraine wird eine Maisernte von 38 bis 40 Mio. mt erwartet, im Vergleich zu 35,9 Mio. mt im Vorjahr. Das dürfte zu immensem Preisdruck im Herbst führen, besonders dann, wenn die Ernte mangels ausreichender Lagervorräte aus der Ernte verkauft werden müsste. Jedoch wird der Maispreis in der EU durch den Einfuhrzoll von derzeit 10,40 EUR/mt gestützt.