Märkte am Morgen - neue Weizenernten im Visier

22. Juni 2020 um 10:06 , Der AUDITOR
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FRANKFURT. Die Weizenmärkte gerieten wegen guter Erträge und Qualitäten in den USA unter Druck. In Frankreich, Deutschland und Polen hat die Gerstenernte am Wochenende teilweise begonnen, wenn nicht Regen den Drusch verhinderte. Spannend bleibt die Frage, wie hat sich die Trockenheit auf die Gerstenernte ausgewirkt. Dies könnte Rückschlüsse auch für die Weizenernte geben.

Devisen und Rohölmarkt

Devisenmarkt

Eurokurs

1,1195

-0,2%

Quelle: Deutsche Bank

Rohölmarkt

Brent

42,1

0,0 %

WTI

39,5

0,2 %

Quelle: Rohöl-Handel

WEIZENMARKT

Die Weizenmärkt starteten in die neue Woche schwächer. Gute Erträge und Qualitäten bei US-Weizen in den Hauptanbaugebieten wie Kansas drücken die Kurse in Chicago. Die Futtergerstenernte hat in Frankeich und Deutschland begonnen. Über Erträge wurde noch nichts bekannt. Weiter östlich in Bulgarien und in Rumänien hat Regen die Ernte unterbrochen. Weitere Regenfälle werden in der Ukraine und Südrussland erwartet. Die Bewertung von französischen Weizen blieb bei 56 % gut-exzellenter Pflanzen schwächer als im Vorjahr. Polens Weizenernte soll mit 11,1 Mio. mt ähnlich hoch liegen wie im Vorjahr. Tunesien kaufte am Freitag 159.000 mt Mahlweizen und 50.000 mt Gerste. Die Weizenpreise zur neuen Ernte wurden für Mahlweizen 10 EUR/mt und für Futterweizen 14 EUR/mt niedriger bewertet.

Terminkurse -Weizen (Fronttermine)

CBoT (USD/bu)

479,50

-0,7 %

Matif  (EUR/mt)

180,50

0,2 %

Black Sea  (USD/mt)

197,75

-0,4 %


Weizen-Kassamarkt

B-Weizen (12/220/76)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen FOB

181,00

0,00

Creil FOB

171,00

0,00

Hamburg DDP

196,00

0,00

Rheinland DDP

198,00

0,00

Neuss DDP

193,00

0,00

Oberrhein FOB

190,00

0,00

Futterweizen (72/73)

Holland CIF

200,00

0,00

Süd-Oldenburg DDP

200,00

0,00

Westfalen DDP

198,00

0,00

Oberrhein FOB

190,00

0,00

Quelle: Handel

MAISMARKT

Die Maismärkte konnten sich in den USA und in Westeuropa leicht erholen. In Brasilien hoben die Experten von Safras ihre Schätzung zur Maisernte auf 104,8 Mio. mt an, im Vergleich zur Prognose des USDA von 101 Mio. mt. Dies wäre ein beträchtlicher Anstieg. Brasiliens Maisernte war zu 8 % fortgeschritten, im Vergleich zu 7 % im Mittel. In der Ukraine stieg die Griwna deutlich an, was die Maispreise dort befestigen sollte. Der Preis lag letzte Woche bei 173-174 USD/mt für alte und 147-148 USD/mt für neue Ernte. Frankreichs Mais-Bonitierung blieb bei unverändert 83 % gut-exzellenter Pflanzen. Frankreichs Maisverkäufe nach Spanien sind wegen der Gerstenernte gering, das schwächt den Markt.

Terminkurse -Mais (Fronttermine)

CBoT (USD/bu)

331,50

0,4 %

Matif (EUR/mt)

166,25

0,1 %


Mais-Kassamarkt

Körnermmais (handelsüblich)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Bordeaux FOB

158,00

0,00

Süd-Holland CIF

186,00

0,00

Süd-Oldenburg DDP

190,00

0,00

Westfalen DDP

192,00

0,00

Niederrhein DDP

184,00

0,00

Oberrhein FOB

182,00

0,00

Quelle: Handel

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