Letofin AS: Totale Transparenz dank eigenem Anbau
2. Oktober 2018 um 07:59 ,
Der AUDITOR
Seit 2016 betreibt Letofin AS moderne, ISO 22000 und Bio-zertifizierte Verarbeitungs- und Reinigungsanlagen in der Ukraine. Die dort verarbeiteten Produkte kommen aus eigenem Anbau direkt vor Ort. Weitere Zertifizierungen sind in Planung (OHSAS 18000 und IFS).
Mit der Produktion und dem Handel von etwa 170.000 mt Agrarprodukten macht das Unternehmen einen Jahresumsatz von rund 24 Mio. Euro. Derzeit werden bei Letofin AS mehr als 70 Mitarbeiter beschäftigt. Herr Jevgeni Kostjutšenko ist seit 2006 bei Letofin AS als Verkaufsleiter tätig.
AUDITOR: Letofin hat erst vor ein paar Jahren die Verarbeitungs- und Reinigungsanlagen in der Ukraine in Betrieb genommen. Gibt es schon Expansionspläne?
Kostjutšenko: Im Herbst 2018 installieren wir noch eine komplette Schälanlage für Sonnenblumenkerne von Akyurek Technology. Unsere anderen Maschinen sind erst zwei Jahre alt und auf dem neuesten Stand der Technik. Für beste Qualität kommen bei uns deutsche und italienische Maschinen von PETKUS und Cimbria zum Einsatz. Wir sind noch dabei, den Markt zu analysieren und orientieren uns bei weiteren Investitionen an der Nachfrage.
AUDITOR: Sie haben Ihren Hauptsitz in Tallinn. Weshalb haben sie sich bei der Platzierung Ihres Werkes gerade für die Ukraine entschieden?
Kostjutšenko: Die Ukraine ist ein wichtiger Ölsaatenproduzent. Wir bewirtschaften dort rund 25.000 ha Agrarfläche. Die Ernte wird direkt von unseren Leuten vor Ort aufbereitet, bevor sie in den Exporthandel geht.
AUDITOR: Wie garantieren Sie die Qualität Ihrer Produktion im Ausland?
Kostjutšenko: Unsere Anlage in der Ukraine verfügt über ein eigenes zertifiziertes Labor. Von dort wird alles überwacht und regelmäßig kontrolliert. So ermöglichen wir volle Transparenz und Nachverfolgbarkeit vom Anbau bis zur Auslieferung und können unseren Kunden Lebensmittel in Premium-Qualität garantieren.
AUDITOR: Wohin exportiert Letofin die Ware in erster Linie und wer gehört zu Ihrer Zielgruppe?
Kostjutšenko: Wir liefern einen Großteil unserer Produkte in EU-Länder. Unsere Zielgruppe ist breit gefächert: Vom Verarbeiter, zum Produzenten bis hin zum Großhändler beliefern wir jeden.
AUDITOR: Welche Agrarprodukte stehen bei Letofin im Fokus?
Kostjutšenko: Vorranging alle Produkte, die auch in der Ukraine angebaut werden, Ölsaaten wie Leinsaat, Sonnenblumenkerne und Senfsaat. Aber auch Linsen.
AUDITOR: Können Sie uns zum Abschluss noch einen aktuellen Einblick in den ukrainischen Ölsaatenmarkt geben?
Kostjutšenko: Im Sonnenblumenkernmarkt erwarten wir dank der guten Ernte keine problematische Entwicklung, wir können Sonnenblumenkerne, bakery ab 650 EUR/mt FCA anbieten. Bei Leinsaat rechnen wir mit einer Produktion von 40.000* mt. In Big Bags liegen unsere Angebote im Moment bei 505 EUR/mt DAP Deutschland.
Das heiße Juni-Wetter und der Regen im Juli haben der Senfsaatproduktion dagegen schwer zugesetzt, weshalb die Ernte in schlechtem Zustand ist. Preislich liegen wir hier aktuell bei 850 EUR/mt FCA Ukraine.
Weitere Informationen zu Letofin AS finden Sie hier: www.letofin.ee
*Anm. d. Red.: Analyst Oil World schätzt die ukrainische Leinsaaternte 2018/19 auf 60.000 mt.