Leinsaat: Weiterhin hohe Pestizidbelastungen

10. November 2016 um 14:56 , Der AUDITOR
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WARSCHAU. Nicht nur in Kanada, auch in Kasachstan stellt der Wintereinbruch die Bauern vor enorme Probleme.

Die Felder wurden eingeschneit und die Ernte musste unterbrochen werden, etwa 17% der Fläche sollen nicht abgeerntet worden sein. Zwar sorgten Plusgrade dafür, dass der Schnee auch schnell wieder weg war, noch sind viele Felder aber zu feucht, als dass sich die Bauern mit ihren schweren Maschinen darauf wagen könnten. Je nach Wetterlage der kommenden Wochen ist aber nicht ausgeschlossen, dass die übrigen Felder auch noch bearbeitet werden.

Preis gehen nach oben
Aufgrund der höheren Nachfrage aus China, sind die Preise für osteuropäische Leinsaat gestiegen, was inzwischen auch westeuropäischen Käufer zu spüren bekommen. Und auch ein großer, russischer Saatenhändler beteiligt sich inzwischen wieder am Leinsaatmarkt. Aktuellen wird Leinsaat, braun, 99,9% für 470-475 EUR/mt DDP Deutschland angeboten. 

Leinsaatpreise, Osteuropa

Qualität

EUR/mt

97% Reinheit, FCA Kasachstan

265-270

99,9% Reinheit, DDP Deutschland

470-475

Haloxyfop-Analysen
Wie Händler berichten, befinden sich in Polen etwa 1.000 mt russische Leinsaat, die einen erhöhten Haloxyfop-Wert aufweisen könnten. Bereits 2002 entschied die EU, Haloxyfop nicht als Wirkstoff für Pflanzenschutzmittel zuzulassen, seit 2011 ist allerdings der Einsatz von Haloxyfop-P und Haloxyfop-P-methyl zulässig. Haloxyfop-Rückstände in Leinsaat sind allerdings seit ein paar Monaten nicht mehr gestattet. Mit der EU-Verordnung 2015/2075 wurde festgelegt, dass der Haloxyfop-Grenzwert ab dem 09.06.2016 auf 0,01 mg/kg gesenkt wird. Händler prüfen jetzt durch Analysen, ob ihre Ware davon betroffen sein könnte.

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Preischart Leinsaat

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