Leinsaat: Pandemie hinterlässt Spuren
22. Juli 2020 um 11:19 ,
Der AUDITOR
Ernteplus ist noch möglich
Noch gehen die Experten davon aus, dass insgesamt eine größere Fläche abgeerntet werden kann als 2019 und es weniger Schwund gibt, so dass die Leinsaatproduktion gegenüber dem Vorjahr auf 5% auf 512.000 mt steigen könnte. Die Exportprognosen für die Saison 2020/2021 erscheint dagegen eher optimistisch, denn mit Kasachstan als neuen Handelspartner Chinas werden kanadische Exporteure noch mehr zu kämpfen haben. Die Marktpreise sollen zwischen 490-530 CAD/mt EXW variieren.
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Leinsaat, Kanada |
2018/19 vs. 2019/20 |
2019/20 vs. 2020/21 |
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Bestellt |
347.000 |
379.000 |
9,2% |
379.000 |
369.000 |
-2,6% |
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Abgeerntet |
342.000 |
339.000 |
-0,9% |
339.000 |
344.000 |
1,5% |
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Ertrag (mt/ha) |
1,44 |
1,43 |
-0,7% |
1,43 |
1,49 |
4,2% |
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Produktion |
492.000 |
486.000 |
-1,2% |
486.000 |
512.000 |
5,3% |
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Importe |
9.000 |
15.000 |
66,7% |
15.000 |
10.000 |
-33,3% |
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Gesamtbestände |
628.000 |
561.000 |
-10,7% |
561.000 |
592.000 |
5,5% |
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Exporte |
468.000 |
350.000 |
-25,2% |
350.000 |
450.000 |
28,6% |
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Inlandsverbrauch |
100.000 |
141.000 |
41,0% |
141.000 |
42.000 |
-70,2% |
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Überhangbestände |
60.000 |
70.000 |
16,7% |
70.000 |
100.000 |
42,9% |
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Ø Preis in CAD/mt |
496 |
520 |
4,8% |
520 |
510 |
-1,9% |
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Quelle: Agriculture and Agri-Food Canada |
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Schwache Exportperformance
Laut den Angaben des kasachischen Statistikdienstes gingen die Leinsaatexporte im Mai auf 30.000 mt, das ist der niedrigste Wert seit Beginn des Jahres und der zweitniedrigste der Saison 2019/2020. Insgesamt wurden Zwischen September 2019 und Mai 2020 rund 462.000 mt Leinsaat aus Kasachstan exportiert. Experten begründen den Rückgang mit der durch die Pandemie nachgelassenen Nachfrage.
Im europäischen Spotmarkt liegen die Preise für braune Leinsaat, 99,9% Reinheit aktuell bei 0,58 EUR/kg DDP Deutschland, neue Ernte wird ab 0,56 EUR/kg DDP angeboten.
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Leinsaat, Osteuropa |
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Qualität |
EUR/kg |
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braun, 99,9%, Ernte 2019 |
0,580 |
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gelb, 99,9%, Ernte 2019 |
0,770 |
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braun, 99,9%, Ernte 2020 |
0,560 |
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DDP Deutschland |
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Haloxyfop-Grenzwerte sollen angepasst werden
Derweil macht sich der Verband der Ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland (OVID) für die Neubewertung des Haloxyfop-Grenzwertes bei Leinsaat stark. Aktuell entspricht dieser der analytischen Nachweisgrenze (0,01 mg/kg). „Wir beobachten, dass sich politische Entscheidungen von sachgerechten Risikobewertungen entfernen. Das stört das Grundprinzip der risikobasierten Lebensmittelsicherheit, belastet das Investitionsklima und gefährdet Arbeitsplätze. Um die Versorgung mit Leinsaaten in Lebens- und Futtermitteln sowie die Nutzung als nachwachsender Rohstoff aufrecht zu erhalten, fordern wir das Europäische Parlament auf, dem von EU-Kommission und Mitgliedsstaaten unterstützten EFSA-Vorschlag, der Etablierung einer Importtoleranz für Haloxyfop in Leinsaaten, zuzustimmen“, so OVID-Geschäftsführer Dr. Gerhard Brankatschk. Die Leinsaatimporte seien bereits jetzt stark beeinträchtigt, sagte Detlef Volz, Geschäftsführer der Ölmühle C. Thywissen in der OVID-Pressemeldung und es "[..] steht der Standort der heimischen Verarbeitung auf dem Spiel."
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