Leinsaat: Masse statt Klasse?
26. Januar 2017 um 10:34 ,
Der AUDITOR
Vor allem Felder in Saskatchewan konnten nicht komplett abgeerntet werden, die Pflanzen gelten aber als winterhart, weshalb Ölgehalt und Qualität erhalten bleiben sollten. Kleinere Anbaugebiete reduzierten das Erntepotential 2016 von vorneherein, ein deutlich höherer Hektarertrag konnte einen Teil der Verluste allerdings ausgleichen, weshalb die kanadische Leinsaatproduktion 2016 bei 579.000 mt (-39% ggü. 2015) liegen sollte.
Preise unter Druck
Der Druck aus dem internationalen Rohstoffmarkt sorgt allerdings dafür, dass die Preise für kanadische Leinsaat weiter nachgeben. Weltweit wurden in der Saison 2016/17 etwa 2,5 Mio. mt Leinsaat geerntet, ein Rückgang um 10,7% von 2,8 Mio. mt gegenüber dem Vorjahr. Dieser ist vor allem der kleineren kanadischen Ernte geschuldet. Dank der hohen Überhänge und dem geringeren einheimischen Verbrauch werden die Exporte der Saison 2016/17 auf 590.000 mt geschätzt – 100.000 mt mehr als bei der letzten Ernte produziert wurden.
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Leinsaatproduktion 2016/17 in mt |
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Land |
Produktion |
Export |
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Kanada |
580.000 |
590.000 |
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Russland |
550.000 |
500.000 |
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Kasachstan |
400.000 |
300.000 |
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Andere |
970.000 |
140.000 |
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Gesamt |
2.500.000 |
1.530.000 |
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Quelle: Oil World |
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Viel Schrottware im Angebot
Neben Kanada sind Russland und Kasachstan weiterhin die wichtigsten Leinsaatproduzenten und vor allem für die EU wichtige Lieferanten. Die Preise für osteuropäische Leinsaat sind aufgrund der guten Verfügbarkeit verhältnismäßig günstig. Aktuell ist es jedoch schwierig, qualitativ gute Ware aus den Ursprüngen zu bekommen, weshalb die Preise seit letzter Woche leicht zugelegt haben und derzeit bei 450 EUR/mt FCA Polen bzw. 490 EUR/mt DDP Deutschland liegen.
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Top Leinsaatimporteure in mt |
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Land |
Import |
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EU |
760.000 |
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China |
440.000 |
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Türkei |
150.000 |
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USA |
110.000 |
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Quelle: Oil World |
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