Leinsaat: Lieferanten steigern das Angebot

4. Mai 2017 um 11:57 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

LODZ. Gleich zwei Feiertage in dieser Woche legten den polnischen Handel größtenteils lahm, gleichzeitig erhöhte sich das Angebot im Markt.

Ausverkauf
Die Aussaat in den Anbauländern läuft. Sowohl in Kanada, als auch in Russland und Kasachstan soll die Anbaufläche für Leinsaat gegenüber dem Vorjahr größer ausfallen. Unter normalen Umständen ist also mit einer entsprechend großen Produktion zu rechnen. Über knappe Verfügbarkeit konnte sich der Markt aber bereits in dieser Saison nicht beschweren.

Polnische Verarbeiter wollen ihre Lagerbestände reduzieren und bieten derzeit verstärkt Leinsaat aus der 2016er Ernte an. Händler rechnen in den kommenden Wochen einem leichten Preisanstieg. Die ersten Gerüchte bezüglich Leinsaatpreisen für die neue Ernte liegen dagegen noch unter dem aktuellen Preisniveau. Etwa 420-430 EUR/mt FCA Polen sind für 2017er Ware im Gespräch.   

Leinsaat, braun

Qualität

EUR/mt

99,9% Reinheit, DDP Deutschland

500

Rohware, FCA Russland

325

Rohware, FCA Kasachstan

300

China kauft in Kanada
Ein Chart des Flax Council of Canada hat China seine Leinsaatimporte in den letzten Jahren um 68% gesteigert, von 283.000 mt auf 475.000 mt. Allerdings zeigte sich die Einfuhr in den ersten drei Monaten dieses Jahres wieder etwas schwerfälliger. Kanada ist aufgrund der großen Produktionsmenge und der geographischen Nähe ein wichtiger Lieferant, weitere Handelspartner sind die USA und Russland.   

Angehängte Dateien

Dateisymbol
Preischart Leinsaat, 99,9%, Osteuropa

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Ölsaaten
20.05.2026
ASTANA/BRÜSSEL. In Kasachstan geht die Leinsaataussaat gut voran. Gute Wetterverhältnisse unterstützen die positiven Erwartungen. Experten sprechen sich gegen die Erhebung möglicher Exportzölle auf kasachische Ölsaaten aus.
Ölsaaten
20.05.2026
SOFIA/KYJIW. Die Saison 2025/2026 schreitet stetig voran. Mit jedem Monat der vergeht, bevor die neue Ernte im Sommer verfügbar wird, verringern sich die ohnehin schon knappen Bestände weiter.
Nüsse
18.05.2026
NEU-DELHI. Die indische Regierung verkauft ihre Erdnussbestände teurer als erwartet, was dem Markt eine gewisse Unterstützung bietet. Geopolitische Faktoren erschweren zudem den Import anderer Speiseöle. Dennoch könnte es bald zu Preisrückgängen kommen.
Ölsaaten
14.05.2026
NEU-DELHI/DODOMA. In Tansania wurde letzte Woche die Sesamsaison 2026/27 eröffnet, und die Erzeuger zeigen sich optimistisch bezüglich der Preisentwicklung. In Indien zeigt die Sommerernte ein uneinheitliches Bild. Chinas hohe Bestände dämpfen die Kaufaktivität.